In Ermangelung eines globalen Konsenses über die Definition und Diagnose von Mangelernährung wurde das MNA-Screening (Mini Nutritional Assessment-Screening) entwickelt, um gefährdete ältere Erwachsene zu ermitteln. Studien mit diesem Tool zeigen, dass die Prävalenz von Mangelernährung in der Gesamtbevölkerung bei etwa drei Prozent liegt, bei stationären Patientinnen und Patienten im Krankenhaus bei 22 Prozent und bei älteren Erwachsenen in Pflegeheimen bei fast 30 Prozent.
Diagnose
Fachgesellschaften empfehlen den Einsatz validierter Screening-Instrumente zur frühzeitigen Risikoerkennung. Eine symptomorientierte Diagnose basiert auf fünf Kriterien: drei phänotypischen Merkmalen (Gewichtsverlust, niedriger BMI, geringe Muskelmasse) und zwei ursächlichen Faktoren (verminderte Nahrungsaufnahme, Entzündungen). Für eine Diagnose muss jeweils mindestens ein Kriterium erfüllt sein. Bei über 70-Jährigen gelten angepasste BMI-
