Neue Studie:
DarmArchaeen: Integrale Bestandteile mikrobieller Netzwerke
Eine internationale Studie unter Leitung der MedUni Graz hat gezeigt, dass Darm-Archaeen wichtige Partner innerhalb mikrobieller Netzwerke sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Archaeen „funktionell deutlich stärker auch in negative mikrobielle Prozesse eingebunden sind als bisher angenommen“, so Univ.-Prof. Dr. Christine Moissl-Eichinger. Das Team analysierte knapp 3.000 metagenomische Proben aus 19 klinischen Studien und zwölf Ländern. Berücksichtigt wurden u.a. Darmkrebs, CED, Typ-2-Diabetes sowie neurologische Erkrankungen. Dabei zeigte sich, dass Veränderungen in archaeellen Gemeinschaften krankheitsspezifisch sind. Besonders konsistent war ein vermehrtes Auftreten von Methanobrevibacter smithii bei Patientinnen/Patienten mit kolorektalem Karzinom. M. smithii nutzt Stoffwechselprodukte anderer Darmbakterien, v.a. Wasserstoff und Kohlendioxid,
