Die Inzidenz von Pertussis ist nach einem pandemiebedingten Tiefstand deutlich und zum Teil dramatisch angestiegen. Österreich gehört aktuell zu den Ländern mit sehr hohen Inzidenzen im EU-Vergleich. Wesentliche Treiber sind „waning immunity“ nach der Pertussis-Impfung, Impflücken bei Auffrischungen, suboptimale Impfquoten in der Schwangerschaft sowie ein „Immunitätsvakuum“ nach der Pandemie.
Pertussis wird durch das gramnegative, aerobe, bekapselte Bakterium Bordetella pertussis verursacht, ein strikt humanpathogener Erreger mit ausgeprägtem Tropismus für das Flimmerepithel der oberen Atemwege. Es bildet unterschiedliche Toxine und Virulenzfaktoren wie filamentöses Hämagglutinin, Trachea-Zytotoxin, Pertactin, hitzelabiles Toxin, Adenylatzyklase-Hämolysin und Pertussis-Toxin. Diese Faktoren vermitteln Anheftung an das respiratorische Epithel, wo sie sich auch vermehren, Ziliendysfunktion, lokale Gewebeschädigung und eine
