Häufige urogenitale Beschwerden, dauerhafte Dysmenorrhö und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können bei Frauen aus Ländern, in denen FGM/C praktiziert wird, Red Flags sein. Das Ansprechen erfordert hohe Sensibilität.
Vor allem in Ländern des afrikanischen Kontinents, im Nahen Osten und in Asien sind FGM/C-Praktiken verbreitet. Allerdings ist auch der globale Norden durch Migrationsbewegungen betroffen. In Österreich lebt laut Bericht zu „Female Genital Mutilation/Cutting (FGM/C) in Österreich“* aus 2024 eine Vielzahl von Frauen und Mädchen aus Ländern, in denen FGM/C traditionellerweise praktiziert wird. „Ungefähre Schätzungen gehen von rund 11.000 Frauen aus, bei denen entweder eine FGM/C durchgeführt worden ist oder die einem Risiko dafür ausgesetzt sind. Für dieses Kollektiv haben wir eine große gesundheitliche Verantwortung und gerade niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben hier eine Schlüsselrolle im Erkennen, in der Aufklä
