Das Risiko für eine Katheter-assoziierte Harnwegsinfektion nimmt mit jedem Tag der Katheterisierung zu. Indikationen werden daher streng gestellt und eine mögliche Entfernung täglich überprüft.
Wesentliche Risikofaktoren für Katheter-assoziierte Harnwegsinfektionen sind die Dauer der Katheterisierung, ein hohes Lebensalter, weibliches Geschlecht, Immundefizienz und Diabetes. „Die Indikation für die Einlage eines Blasenverweilkatheters sollte streng gestellt werden, weil jeder Tag mit Dauerkatheter die Infektionsgefahr erhöht und eine Rehabilitation der Harnblase schwieriger macht“, betont Univ.-Prof. Dr. Stephan Madersbacher, Leiter der urologischen Abteilung an der Klinik Favoriten in Wien. Indiziert sei ein Dauerkatheter, wenn eine suffiziente Entleerung der Harnblase nicht möglich ist, wie etwa im Zuge von chirurgischen Eingriffen, bei Intensivpflichtigkeit oder wenn eine wiederkehrende Harnverhaltung besteht. Dennoch sollte laut Madersbacher
