Erstmals liegen für Österreich belastbare Inzidenzdaten zur rheumatoiden Arthritis vor, und die therapeutischen Möglichkeiten sind besser denn je. Zwei Experten erklären, welche Rolle Früherkennung, Triage, Kommunikation und Geduld in der Behandlung spielen – und wohin die Forschung steuert.
„International geht man von einer Prävalenz von rund einem Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit rheumatoider Arthritis aus“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Daniel Aletaha, Leiter der Abteilung für Rheumatologie an der Medizinischen Universität Wien. „In Österreich erkranken jährlich rund 15 von 100.000 Einwohnern, vor allem Menschen ab 55 Jahren. Frauen sind mit einer Inzidenz von 18 deutlich häufiger betroffen als Männer, bei denen die Inzidenz bei zehn liegt“, so Priv.-Doz. Dr. Judith Sautner, Leiterin der II. Medizinischen Abteilung am Landesklinikum Korneuburg-Stockerau, NÖ Kompetenzzentrum für Rheumatologie. Sie war an einer Erhebung der prosp
