Neue Studie:
Prostatakrebs: Neuer Ansatzpunkt für Therapie
Ein internationales Forschungsteam der MedUni Wien um Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Olaf Merkel, Assoz.-Prof. Dr. Brigitte Hantusch und Univ.-Prof. Dr. Lukas Kenner (alle: Klinisches Institut für Pathologie) konnte erstmals zeigen, dass durch die Blockade des Thyroid-Hormon-Rezeptors Beta (TRβ) sowohl in Tiermodellen als auch in Tumorzellkulturen das Krebswachstum gehemmt werden kann.
In Laborversuchen führte die Aktivierung des Schilddrüsenhormons Triiodthyronin (T3) zu einer starken Vermehrung von Prostatakrebszellen. Wurde TRβ dagegen mit NH-3, einem derzeit nur in der Forschung eingesetzten Wirkstoff zur gezielten Blockierung von TRβ, gehemmt, nahm das Wachstum der Krebszellen deutlich ab. In Tiermodellen konnte dieser Effekt bestätigt werden: Tumore, die unter Einfluss von NH-3 behandelt wurden, blieben kleiner oder entwickelten sich deutlich langsamer
