Erstmals hat die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) 2025 eine Leitlinie veröffentlicht, die auch die Myokarditis umfasst – und führt dabei den neuen Begriff des „inflammatorischen myoperikardialen Syndroms“ (IMPS) ein. Zentrale Neuerungen betreffen den Stellenwert der Endomyokardbiopsie und die Schlüsselrolle des Kardio-MRT in der Diagnostik.
„Die Leitlinie war notwendig, da in der Praxis Unsicherheiten bezüglich des Managements und der Diagnose von Myokarditis und Perikarditis – zwei relativ häufigen Differentialdiagnosen – bestand“, erklärt Ap.Prof. Priv.-Doz. Dr. Andreas Kammerlander von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universität Wien. Eine der größten Neuerungen ist die Einführung des Schirmbegriffs „inflammatorisches myoperikardiales Syndrom“, der Myokarditis und Perikarditis erstmals zusammenfasst.
Mehrere Gründe sprachen für die Definition: So teilen sich beide Entitäten
