Wie erkennt man Gewalt und was bedeutet gerichtstaugliche Dokumentation von Verletzungen bei gewaltbetroffenen Patientinnen und Patienten – damit beschäftigte sich kürzlich ein Vortrag bei einer Veranstaltung der Gesellschaft der Ärzte in Wien.
Eine von drei Frauen in der EU weist laut Statistiken in ihrer Biografie Erfahrungen von körperlicher oder sexualisierter Gewalt auf. „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Gewaltbetroffene, die im Gesundheitswesen vorstellig werden, sind vielfach Frauen“, betonte Dr. Katharina Stolz vom Zentrum für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien kürzlich im Rahmen ihres Vortrags im Billrothhaus in Wien. Ein Fünftel der betroffenen Frauen sucht medizinische Einrichtungen auf. „Wir haben als Gesellschaft eine große Verantwortung, hinzuschauen, wenn es um Gewalt geht – bei Kindern, Frauen und Männern“, so Stolz: „Lieber zweimal hinschauen als einmal zu wenig.“
Dabei ist laut Sto
