Primärer Hyperaldosteronismus ist eine häufige, aber meist unerkannte Ursache der Hypertonie mit hohem kardiovaskulärem Risiko. Neue Leitlinien vereinfachen die Diagnostik deutlich – dennoch wird sie im klinischen Alltag weiterhin zu selten umgesetzt.
Der primäre Hyperaldosteronismus (PHA) ist die häufigste Form der sekundären Hypertonie und betrifft etwa fünf bis 15 Prozent aller Hypertonikerinnen und Hypertoniker. Die allermeisten Betroffenen, nämlich über 90 Prozent, sind nicht diagnostiziert, betont Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Stefan Pilz, MBA, PhD, von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Medizinischen Universität Graz. Evolutionsbiologisch war ein aktiviertes Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) durch Salzretention und Kaliumausscheidung vorteilhaft. In der heutigen, salzreichen Ernährung führe diese Konstellation jedoch zu einem deutlich erhöhten kardiovaskulären Risiko. Warum sollte man PHA abklären
