West-Nil-Virus: Autoantikörper erhöhen Enzephalitis-Risiko
Eine internationale Studie unter Leitung der Genfer Universitätsspitäler um Dr. Alessandro Borghesi identifizierte einen immunologischen Mechanismus für schwere Verläufe einer Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV). Demnach sind zirkulierende Anti-Interferon-Autoantikörper mit einem massiv erhöhten Risiko für neuroinvasive Komplikationen assoziiert und steigern die Wahrscheinlichkeit einer Enzephalitis um das bis zu 2.000-Fache. In der Analyse von 13 internationalen Patientenkohorten wurden Anti-Interferon-Autoantikörper bei rund 40 Prozent der Patientinnen und Patienten mit schwerer WNV-assoziierter Enzephalitis nachgewiesen. Bei asymptomatischen oder mild erkrankten Infizierten kamen sie nicht vor. Die Identifikation von Anti-Interferon-Autoantikörpern könnte künftig laut den Forschenden ein Screening zur Risikostratifizierung ermöglichen. Darüber hinaus könnte der Mechanismus auch fÃ
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