edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA

25.11.2019 | Politik

© Gregor Zeitler

Kein Rin­gen um Auf­merk­sam­keit, son­dern eine Form der Emo­ti­ons­re­gu­la­tion stellt auto­ag­gres­si­ves Ver­hal­ten dar. Für die Jugend­li­chen ist das selbst­verletzende Ver­hal­ten äußerst effek­tiv: Der nega­tive emo­tio­nale Zustand, in dem sie sich befin­den, wird so – zumin­dest kurz­fris­tig – beendet.

Das in Öster­reich mit einer Lebens­zeit­prä­va­lenz von bis zu 30 Pro­zent auf­tre­tende Phä­no­men ist mit zahl­rei­chen psychia­trischen Erkran­kun­gen ver­ge­sell­schaf­tet; bei Jugend­li­chen vor allem mit Depres­sio­nen oder Angst­stö­run­gen. Exper­ten raten dazu, sich genau an­zuschauen, warum sich ein Jugend­li­cher gezwun­gen sieht, diese Form der Kom­mu­ni­ka­tion zu nut­zen, um Auf­merk­sam­keit zu erhalten. 

Um eine ganz andere Art der Kom­mu­ni­ka­tion geht es im Bei­trag „Mut zum Nein“. ‚Ja‘ sagen, obwohl man ‚Nein‘ denkt ­ wer kennt das nicht. Laut Kommuni­kationsexpertin Tina Gre­ber hal­ten uns u.a. im Inne­ren gespei­cherte Über­zeu­gun­gen und auch der innere Kri­ti­ker davon ab, ‚Nein‘ zu sagen. Aus Sorge, jeman­den zu ver­let­zen; aus Angst, einen Pati­en­ten zu ver­lie­ren; oft auch, um einen Kon­flikt zu vermeiden. 

Wel­che Tipps und Tricks es gibt, damit bei einem gedach­ten ‚Nein‘ dann auch tat­säch­lich ein ‚Nein‘ aus­ge­spro­chen wird, erfah­ren Sie hier.

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA
Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 22 /​25.11.2019