Der Stand der Österreichischen Ärztekammer bei der Studienmesse BeSt am neuen Standort in der Messe Wien war Anfang März ein absoluter Publikumsmagnet – selbst der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig stellte sich ein.
Seit 1986 findet die größte Bildungsmesse in Österreich, die BeSt (Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung), statt. Seither ist die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) mit dabei und motiviert und begeistert Maturanten, Studierende und deren Eltern für den Arztberuf. Auch heuer informierten Mitarbeiter der ÖÄK wieder gemeinsam mit Ärztinnen in Ausbildung über die praktische Ausbildung nach dem Medizinstudium, die Anforderungen an den Arztberuf sowie über die Berufsmöglichkeiten für angehende Ärztinnen und Ärzte.
Und zieht man die Fluktuation am ÖÄK-Messestand als Indiz für die Zukunft heran, dann darf man hoffnungsvoll sein: Von 6. bis 9. März ließen sich über 800 Mädchen und Buben sowie Jugendliche – die jüngsten Besucher waren elf Jahre alt – an den vier Tagen am neuen Standort der BeSt in der Messe Wien am ÖÄK-Stand beraten und äußerten den Wunsch, Ärztin oder Arzt werden zu wollen. Zuvor hatte das Event in der Wiener Stadthalle stattgefunden. Und auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig besuchte die beratenden Ärztinnen und ÖÄK-Mitarbeiter in der Messe Wien und zollte ihnen Respekt für die professionelle Beratung der Interessierten.
Tausende Fragen und Antworten
Eine Beratung, die sich 2025 auch immer wieder – im Gegensatz etwa zu 2024 – um die Frage drehte: „Braucht man fürs Arztsein die Matura?“. Aber auch weiter- und tiefergehende Fragestellungen wurden behandelt und erfolgreich beantwortet: etwa, welche Art der Schulform am besten fürs Medizinstudium und eine ärztliche Tätigkeit vorbereitet, wie viele Wochenstunden die reale Arbeitszeit als Ärztin oder Arzt beträgt, wie die beratenden Ärztinnen Beruf und Familie unter einen Hut bekommen oder auch, wieviel man als Arzt verdienen kann und welche Konsequenzen die Einführung des Facharztes für Allgemeinmedizin und Familienmedizin hat.
Berufswunsch Nummer 1: Gerichtsmediziner
Im Fokus des Interesses an der ärztlichen Tätigkeit stand heuer insbesondere die Arbeit als Gerichtsmediziner. Dutzende der Kinder und Jugendlichen fragten konkret nach, wie und wo man diesen Beruf ergreifen könnte und was dafür an Ausbildung notwendig ist. Dieses Fachgebiet der Medizin war auf der BeSt eindeutig die Nummer 1 was den Berufswunsch am ÖÄK-Stand betrifft, gefolgt vom Berufswunsch Sportmediziner, Chirurg, und Augenarzt. (ig, tm)
© Österreichische Ärztezeitung Nr. 6 / 25.03.2025