Kurz und informativ

15.07.2024 | Politik

Weltweiter Alkoholkonsum leicht gesunken
Zwar ist der weltweite Alkoholkonsum laut WHO gesunken – das Ziel, den Konsum bis 2030 um 20 Prozent verglichen mit 2010 zu senken, sei aber noch nicht in Reichweite. Das geht aus einem aktuellen WHO-Bericht hervor. Österreich liegt mit einem Konsum von 12,2 Liter reinem Alkohol im Jahr 2019 im Spitzenfeld der Hochkonsumländer. Weltweit ist der Pro-Kopf-Konsum von 5,7 Liter reinem Alkohol 2010 auf 5,5 Liter im Jahr 2019 gesunken. 22 Prozent der 15- bis 19-Jährigen hätten laut WHO-Bericht 2019 weltweit Alkohol getrunken; 209 Millionen Menschen seien alkoholabhängig gewesen und 2,6 Millionen Todesfälle seien durch Alkoholkonsum verursacht worden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie hätten neuere Daten als jene aus 2019 nicht zuverlässig ausgewertet werden können. Die WHO fordert Maßnahmen gegen Alkoholkonsum wie Werbeverbote, Verkaufseinschränkungen oder höhere Preise für Alkohol.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2023 gefolgt von Krebs die häufigste Todesursache – gemeinsam haben sie 58 Prozent aller Todesfälle in Österreich verursacht. Das zeigen die Daten der Statistik Austria. In beiden Gruppen ist die Sterblichkeit verglichen mit den Vor-Pandemie-Jahren gesunken. Im Gegensatz dazu war die Sterblichkeit aufgrund von Demenz (plus 48 Prozent) und Morbus Parkinson (plus 13 Prozent) deutlich erhöht. Die Sterblichkeit aufgrund von Suiziden lag 2023 wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie (plus drei Prozent im Vergleich zum Durchschnitt 2015 bis 2019); 2020 und 2021 war sie etwas geringer. Die COVID-19-Sterblichkeit sank 2023 erneut und lag um 61 Prozent unter dem Durchschnitt von 2020 bis 2022. Insgesamt ist die Sterblichkeit 2023 deutlich zurückgegangen und lag um fünf Prozent unter dem Durchschnitt von 2020 bis 2022. Mehr als die Hälfte der Verstorbenen wurde über 80 Jahre alt.

Rund 700
kritische Arzneimittel muss die Pharmaindustrie künftig für einen Bedarf von vier Monaten einlagern, u.a. Analgetika und Antibiotika.

AUVA-Statistik: mehr Arbeits- und Wegunfälle 2023
Laut AUVA-Statistik gab es 2023 mit 145.748 Schadensfällen einen leichten Anstieg (plus 1.674) verglichen mit 2022. Dabei handelt es sich um 129.866 Arbeits- sowie Schülerunfälle (plus 6.710), 13.062 Wegunfälle (plus 673) und 2.820 Berufskrankheiten (minus 5.709).

Personen: SVS: Alexander Biach ist neuer Generaldirektor
Die Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) hat mit Alexander Biach einen neuen Generaldirektor. Der 50-jährige Betriebswirt hatte bis Ende 2019 als Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger fungiert. Danach war Biach Wiener Standortanwalt und stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Wien.

Brasilien: sechs Millionen Fälle von Denguefieber
Seit Beginn des Jahres wurden in Brasilien mittlerweile mehr als sechs Millionen Fälle des Denguefiebers registriert. Mehr als 4.000 Todesfälle aufgrund einer Dengue-Infektion wurden bislang bestätigt; im gesamten Jahr 2023 waren es 1.179 gewesen. Das teilte das dortige Gesundheitsministerium kürzlich mit. Die Daten würden aber zeigen, dass die Dengue-Fälle im März mit mehr als 1,7 Millionen Fällen bisher einen Höhepunkt erreicht haben und seitdem abnehmen. Bei der bis dahin größten Dengue-Epidemie 2015 wurden insgesamt rund 1,6 Millionen Fälle gemeldet.

EU: verstärkter Kampf gegen Krebs
Die EU-Staaten haben sich zum Ziel gesetzt, den Kampf gegen Krebs zu verstärken, u.a. indem die Empfehlung ausgegeben wurde, sich vermehrt für Impfungen einzusetzen. Die Empfehlung solle die EU-Staaten dabei unterstützen, die Impfraten zu erhöhen und besser zu überwachen. Um dies zu erreichen, würden sie u.a. dazu aufgefordert, sicherzustellen, dass diese Impfungen kostenlos und leicht zugänglich seien. Laut einem Bericht der OECD sind rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen auf Umweltfaktoren zurückzuführen, so die EU-Staaten. Dazu zählten auch Infektionen mit HPV und Hepatitis-B-Viren.

Los Angeles: Handy-Verbot in Schulen
Die Schulverwaltung der US-amerikanischen Metropole Los Angeles will die Nutzung von Smartphones in Schulen vollständig verbieten. Die Schulen wurden angewiesen, entsprechende Regeln auszuarbeiten. Auch der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hatte sich für strengere Handy-Regeln in den Schulen ausgesprochen. Im kalifornischen Parlament wird über ein entsprechendes Gesetz beraten.

Frankreich: 216 Kilogramm Methamphetamin sichergestellt
In Südfrankreich haben die Behörden 216 Kilogramm Methamphetamin im Verkaufswert von fast sechs Millionen Euro beschlagnahmt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2022 wurden in Frankreich 273 Kilogramm Methamphetamin sichergestellt.

Mit 1. Juli: kostenlose HPV-Impfung bis zum 30. Geburtstag
31. Dezember 2025. Davor war die HPV-Impfung vom neunten bis zum 21. Geburtstag kostenlos.

© Österreichische Ärztezeitung Nr. 13-14 / 15.07.2024