Das Risiko für makrovaskuläre Komplikationen besteht häufig bereits vor der Diabetesdiagnose, wobei sich die Hyperglykämie als begünstigender Faktor kardiovaskulärer Beschwerdebilder erweist. Übergänge zwischen makro- und mikrovaskulären Komplikationen erfordern indessen verstärkte Aufmerksamkeit.
Martin Schiller
Kardiovaskuläre Erkrankungen, Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie tragen als Komplikationen des Diabetes mellitus wesentlich zu vorzeitiger Mortalität bei. Die Sinnhaftigkeit der Unterscheidung in makro- und mikrovaskuläre Komplikationen wird mittlerweile in Fachkreisen diskutiert. „Man kann vom Kontinuum einer diabetischen Vaskulopathie als Komplikation ausgehen, hier lösen sich strikte Trennlinien auf. Von der Ausprägung und Pathophysiologie ausgehend sollte die Trennung aber aufrechterhalten werden und die Übergänge Beachtung finden“, sagt Univ. Prof. Peter Fasching von der 5. Medizinischen Abteilung mit