In Österreich machen Hundebisse die häufigsten dokumentierten Tierbissverletzungen aus. Die Infektionsrate dieser Wunden liegt dabei nur bei knapp zehn Prozent – im Gegensatz zu Katzenbissen, bei denen sie 80 Prozent beträgt.
Sophie Hanak
„Ein Bakterium, das insbesondere bei Katzen vorkommt und zu Infektionen nach Bisswunden führen kann, ist Pasteurella multocida. Aber auch Staphylococcus aureus, Capnocytophaga spp., Bartonella henselae und orale Anaerobia kommen vor“, sagt Ass. Prof. Mario Sarcletti von der Universitätsklinik für Dermatologie an der Medizinischen Universität Innsbruck. Aus diesem Grund wird bei den meisten Bissverletzungen eine prophylaktische antibiotische Therapie empfohlen. Bei oberflächlichen Wunden kann auf Antibiotika verzichtet werden, während bei tieferen oder bereits infizierten Wunden sowie bei Patienten miterhöhtem Infektionsrisiko immer eine Antibiotikaprophylaxe durchgeführt werden sollte.