Ein- und Durchschlafstörungen werden im aktualisierten WHO-Diagnoseschlüssel ICD-11 deutlich aufgewertet. Wichtig wäre es laut Experten auch, das hohe Präventionspotenzial von gesundem Schlaf zu nutzen und etwa schlafassoziierte Bewegungsstörungen wie RLS frühzeitig zu behandeln.
Andrea Riedel
Für die Schlafmedizin brachte die ICD-11 im Jahr 2022 zukunftsweisende Neuerungen: Erstmals wurden Schlafstörungen in einem eigenen Kapitel detailliert aufgeschlüsselt und: „Insomnie wurde endlich als eigenständige Erkrankung anerkannt“, betont Priv. Doz. Michael Saletu, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung und Leiter des Bereichs Schlafmedizin am LKH Graz II Standort Süd. „Die ICD-11 folgt damit der International Classification of Sleep Disorders ICSD-3, die diesen Schritt schon vor zehn Jahren gesetzt hat.“ Das wirkt sich auch auf Beha