Univ. Prof. Georg Sprinzl, Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-Nasen-Ohren am Universitätsklinikum St. Pölten und Präsident des HNO-Kongresses 2024, spricht im Interview mit Martin Schiller über die Perspektive vollimplantierbarer Hörsysteme, Rehabilitation nach einer Cochlea-Implantation, Schrittmacher bei nicht-therapierbarer Schlafapnoe und den Stellenwert von Biologika bei Rhinosinusitis.
Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Cochlea-Implantationsforschung? Da chirurgische Techniken immer feiner und minimalinvasiver werden, kann die Indikation für Cochlea-Implantate signifikant ausgeweitet werden. Es wird derzeit intensiv daran gearbeitet, Patienten mit Resthörigkeit im Tieftonbereich mit Cochlea-Implantaten zu versorgen. Die zweite große Neuerung betrifft die Entwicklung vollimplantierbarer Hörsysteme, die keine externe Komponente mehr benötigen. Erste Ansätze gab es in Australien b