Humane Tollwutfälle durch infizierte Fledermäuse traten bisher in Europa vereinzelt auf. Im September 2023 wurde nun erstmals in Österreich ein Tollwutvirus in einer Fledermaus nachgewiesen.
Martin Schiller
Der Nachweis des Bat Lyssavirus 1 (EBLV-1) im Gehirn einer Breitflügelfledermaus im September 2023 ist der erste bestätigte Fledermaus-Tollwutfall in Österreich. Am Nationalen Referenzlabor für Tollwut an der AGES in Mödling wurden seit 2006 mehr als 1.750 Fledermäuse auf Lyssa-Viren untersucht; bis jetzt allesamt mit negativem Ergebnis. In der Europäischen Union konnten jedoch in der Vergangenheit mehrfach Fledermaus-Tollwutviren nachgewiesen werden: Zwischen 2017 und 2021 wurden Lyssa-Viren bei Fledermäusen in Deutschland, Frankreich, Polen und Spanien registriert. „Es wurden auch schon Antikörper gegen diese Viren in Fleder mäusen in anderen Nachbarländern gefunden. Somit war absehbar, dass auch Österreich einmal betr