Viele Medikamente interagieren im Körper mit bestimmten Grundmechanismen für die Thermoregulation. Wird die Dosis bei länger andauernden Hitzewellen nicht angepasst, beeinflusst dies den therapeutischen Effekt. Besonders kritisch ist die mögliche Hyponatriämie durch Diuretika, Laxantien, SGLT2-Hemmer und SSRI.
Martin Schiller
Durch klimatische Veränderungen treten Hitzewellen im Sommer immer häufiger, mit höherer Intensität und längerer Dauer auf. Physiologisch kommt es unter Hitzestress zu Flüssigkeitsverlusten durch den Schweiß, Veränderungen der Nierenfunktion und der Herzauswurfleistung sowie zu Vasodilatation. Gleichzeitig beeinflusst Hitze die Pharmakokinetik: Absorption, Verteilung, Metabolisierung und Exkretion können sich verändern. Aus all diesen Faktoren kann sich die Notwendigkeit ergeben, Medikationspläne des Patienten im Rahmen von Hitzewellen zu überprüfen. „Viele Arzneimittel interferieren mit bestimmten Gr