Jeder dritte Tumorpatient leidet an unkontrollierbaren Durchbruchschmerzen – besonders etwa in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen muss man chronische Schmerzen mehrdimensional betrachten. Denn: Es gibt keinen chronischen Schmerz ohne einen emotionalen Anteil.
Manuela-C. Warscher
Unabhängig von Alter und Krankheitsbild leiden zwei von drei Karzinom-Schmerzpatienten neben dem Basisschmerz an unkontrollierbaren Durchbruchschmerzen. Diesen kommt in der klinischen Praxis ein eigenständiger Krankheitswert zu, obwohl sie im Grunde gar kein eigenständiges Krankheitsbild sind. Betroffene beschreiben sie als ‚schwere und unerträgliche‘ Schmerzen, die in allen Tumorstadien dadurch gekennzeichnet sind, dass sie durch ihre Intensität die Daueranalgesie der Basismedikation durchbrechen. „Rund die Hälfte erleidet zumindest zweimal täglich diesen Durchbruchsschmerz, der durchschnittlich eine halbe St