Die weibliche Beschneidung führt oft zu massiven gesundheitlichen Problemen, ist für den Gynäkologen jedoch meist nur schwer erkennbar. Primär über Symptome sollte man mit den betroffenen Frauen ins Gespräch kommen.
Manuela-C. Warscher
Jährlich dürften – offiziellen Schätzungen zufolge – 100 Mädchen und Frauen in Österreich Opfer einer Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM, Female Genital Cutting – FGC) werden. Insgesamt leben hierzulande ungefähr 8.200 beschnittene Frauen. „Diese Angaben sind Schätzwerte, da es bei diesem Thema keine Transparenz gibt. Keine Mutter würde einen Eingriff zugeben, da sie weiß, dass ihr die Obsorge entzogen werden könnte beziehungsweise eine Anzeige droht“, gibt Univ. Prof. Daniela Dörfler von der Ambulanz für Kinder- und Jugendgynäkologie der Medizinischen Universität Wien zu bedenken. Die weibliche Beschneidung erfüllt seit 2001 den Tatbestand der absichtlichen schweren K