Nucleus reuniens nimmt Angst vor Trauma
Ein Team um den Neurowissenschafter Assoc. Prof. Johannes Gräff von der ETH Lausanne zeigte im Mäuseversuch, wie das Gehirn auf traumatische Erlebnisse, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind, reagiert. In einem Versuchskäfig erhielten die Tiere einen Elektroschock auf die Pfoten; danach kamen sie zurück in den Heimkäfig. Eine Gruppe erhielt nach einem Tag, eine zweite nach 30 Tagen eine Expositionstherapie im Versuchskäfig. Die Hirnströme der Mäuse zeichneten die Forscher mit einem Mikroskop auf. Das Ergebnis: Bei der ersten Gruppe war die neuronale Aktivität zwischen Frontalhirnlappen und Amygdala, wo sich das Angstzentrum befindet, besonders stark; bei der zweiten verbanden die neuronalen Schaltkreise den Frontalhirnlappen über den Nucleus reuniens mit der Amygdala. Die Neuronen im Nucleus reuniens wurden aktiv, kurz bevor sich die Mäuse entspannten. „Die Aktivität dieser Hirnregion hat also