Frühe antiretrovirale Therapie senkt Karzinomrisiko
Menschen mit HIV haben ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Haut- und Schleimhautkarzinomen, auch wenn das HI-Virus aufgrund einer antiretroviralen Therapie im Blut eigentlich nicht nachweisbar ist. Entscheidend ist der Zeitpunkt der antiretroviralen Therapie, fanden Forscher um Simona Saluzzo und Georg Stary von der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, des Ludwig Boltzmann-Instituts Rare and Undiagnosed Diseases sowie des Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) den zugrundeliegenden Mechanismus heraus. Bei HIV-Patienten, die erst spät nach der Diagnose mit einer antiretroviralen Therapie beginnen, kommt es trotz einer hohen Zahl an CD4+ T-Zellen zum irreversiblen Abbau von T-Gedächtniszellen in der Haut und Schleimhaut – was bei frühem Therapiebeginn verhindert werden kann. Das Risiko ist besonders für jene Karzinom