Frühestens 28 Tage nach dem Ende der klinischen Symptomatik können Personen nach COVID-19 Plasma spenden. Idealerweise wird das Rekonvaleszentenplasma frühzeitig zugeführt, um den Krankheitsverlauf zu erleichtern oder zu verkürzen. Menschen, die nach COVID-19 genesen sind, werden zur Plasma-Spende aufgerufen.
Sophie Fessl
Bei der Behandlung von an COVID-19 Erkrankten werden nicht nur neue Therapien entwickelt, zum Teil kommt eine althergebrachte Methode zum Einsatz: die passive Immunisierung durch Übertragung von Antikörpern, die Emil von Behring in den 1890er Jahren zur Behandlung von Diphtherie entwickelte. Derzeit sind in Österreich bereits 15.000 Menschen von einer Infektion mit dem Corona-Virus genesen; in ihrem Plasma sind daher bereits Antikörper gegen das neuartige Virus vorhanden. Nach einer Plasmaspende können diese Antikörper andere Patienten bei der Abwehr der Krankheit unterstützen.
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