Dermatomykosen gehören zu den häufigsten Infektionen bei Kindern. Seit dem Millenium zeigt sich neuerlich eine massive Inzidenz von Tinea capitis in Europa und den USA. Rund 90 Prozent aller Pilzerkrankungen bei Kindern werden durch Kontakt mit Tieren verursacht – etwa durch Katzen, Meerschweinchen und Frettchen.
Irene Mlekusch
Basierend auf den zugrundeliegenden Erregern unterscheidet man zwischen Candidosen und Dermatophytosen, wobei im klinischen Sprachgebrauch die durch Dermatophyten hervorgerufenen Infektionen der Haut, Haare und Nägel als Tinea bezeichnet werden. „Dermatomykosen hat es immer gegeben”, sagt Univ. Prof. Gabriele Ginter-Hanselmayer aus Graz. So galt die Tinea capitis im Zweiten Weltkrieg noch als Waisenhaus-Krankheit. Durch die seit 1958 mögliche systemische Behandlung der Tinea capitis und auch durch die Entwicklung der Herdenimmunität war ein Rückgang der Kopfpilz