In den vergangenen 30 Jahren ist der durchschnittliche Body-Mass-Index weltweit um 2,1 kg/m² gestiegen. Dieser Anstieg von Übergewicht und Adipositas verteilt sich überraschend, wie eine im Mai 2019 in „Nature“ erschienene Prävalenzstudie zeigt: Nicht im urbanen, sondern im ländlichen Raum stieg die Zahl der fettleibigen Menschen stärker an.
Sophie Fessl
Die Studie der NCD Risk Factor Collaboration, einem weltweiten Netzwerk von Gesundheitswissenschaftern, der auch Epidemiologe und Biostatistiker Univ. Prof. Hanno Ulmer von der Medizinischen Universität Innsbruck angehört, analysierte die Daten von 2.009 Populationsstudien. Diesen Studien lagen Messungen von Gewicht und Größe von mehr als 112 Millionen Erwachsenen aus mehr als 200 Ländern und Territorien zugrunde, die zwischen 1985 und 2017 gesammelt wurden. Aus diesen Daten konnte der Body-Mass-Index berechnet werden.
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