Zwar ist das Thromboserisiko für gesunde Menschen ohne Risikofaktoren ganz generell eher gering, erhöht sich aber durch eine lange Reise um das Zwei- bis Vierfache gegenüber Nicht-Reisenden. Außerdem steigt das Thromboserisiko grundsätzlich pro zwei Stunden Reisedauer um 18 Prozent. Von Irene Mlekusch
Unter „Reisethrombose” versteht man im Allgemeinen das Auftreten einer venösen Thromboembolie, die während oder bis zu vier Wochen nach einer Langstreckenreise entsteht. Univ. Prof. Peter Marschang von der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Angiologie von der Medizinischen Universität Innsbruck verweist darauf, dass das Auftreten einer Thrombose auch noch acht Wochen nach einer langen Reise mit derselben assoziiert sein kann (siehe Guidelines des British Committee for Standards in Haematology). Symptomatisch werden die Betroffenen charakteristischer Weise etwa 96 Stunden nach Ende der Reise; be