Bei Kindern gehören Bauchschmerzen, Fieber und Infekte zu den häufigsten Gründen, wieso ein Arzt aufgesucht wird. Entscheidende Hinweise zur Genese der Erkrankung gibt es oft nur dann, wenn insgesamt die Körperhaltung des kleinen Patienten in die Diagnostik miteinbezogen wird. Von Marlene Weinzierl
Bei der Behandlung von Kindern darf nicht auf Krankheiten vergessen werden, die bei erwachsenen Patienten nicht (mehr) oder kaum noch auftreten“ – darauf macht Univ. Prof. Karl Zwiauer von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum St. Pölten aufmerksam. Dazu zählen beispielsweise die meisten Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Herpes-Infektionen wie Varizellen oder Cytomegalie. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und Jugendliche sind keine großen Kinder“, betont der Experte einmal mehr. So unterscheiden sich Erkrankungen von Kindern und die klinische Präsentation ihrer