CIRS­me­di­cal – Fall des Monats: Strom­aus­fall wäh­rend des Herzalarms

15.12.2016 | Ser­vice

Auf einer Abtei­lung für Innere Medi­zin kommt es an einem Wochen­tag zu einem Herz­alarm – und gleich­zei­tig zu einem Strom­aus­fall im Haus. Das Kar­ten­le­se­ge­rät an der Tür zur betref­fen­den Sta­tion war auch fünf Minu­ten nach dem Strom­aus­fall noch nicht ein­satz­be­reit, das Her­z­alarm-Team konnte den Ein­satz­ort nicht errei­chen. In der Folge kam es zum ver­spä­te­ten Ein­tref­fen des Herzalarm-Teams.

Feed­back des CIRS-Team­­s/­­Fach­­kom­­men­­tar

Kommentar/​Lösungsvorschlag bzw. Fallanalyse

Fol­gende Maß­nah­men kön­nen gemein­sam oder aber ein­zeln getrof­fen wer­den in Gesundheitseinrichtungen:

  1. Eigene Not­strom­bat­te­rie für die Zutritts­kon­trolle; in die­sem Sys­tem müs­sen die Tür­öff­ner mit­ein­ge­bun­den werden.
  2. Tür­öff­ner schal­ten auf offen bei Strom­aus­fall (in Kom­bi­na­tion mit den rich­ti­gen Motor­rie­geln tech­nisch umsetzbar).
  3. Die Zutritts­kon­trolle hängt auf der unter­bre­chungs­freien Strom­ver­sor­gung oder zumin­dest Sicherheitsstromversorgung.
  4. Beim Not­fall­wa­gen des Herz­alarms oder zen­tral schnell erreich­bar gibt es Schlüs­sel, die die Zutritts­kon­trolle „über­sper­ren” können.

Gefah­­ren-/Wie­­der­ho­­lungs­­­po­­ten­­tial
Wer­den die oben ange­führ­ten Maß­nah­men igno­riert, ist ein Wie­der­auf­tre­ten des Vor­falls sehr wahr­schein­lich (gerade in Zei­ten von insta­bi­le­ren Netzen). 

Exper­tIn des Öster­rei­chi­schen Ver­bands der Kran­ken­haus­tech­ni­cker (Tech­ni­scher Aspekt)

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 23–24 /​15.12.2016