edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühlgassner

25.11.2016 | Politik

© Gregor Zeitler

Nur wenige Tage vor der Beschluss­fas­sung im Minis­ter­rat wur­den die geplan­ten Geset­zes­ent­würfe zur 15a-Ver­ein­ba­rung den Regie­rungs­mit­glie­dern über­mit­telt. Die­ser nahezu über­falls­ar­tige Beschluss bedeu­tet einen Para­dig­men­wech­sel im öster­rei­chi­schen Gesund­heits­we­sen. Die ÖÄK star­tet nun eine groß ange­legte Infor­ma­ti­ons­of­fen­sive für Ärzte und Patienten.

Die Medi­ka­ti­ons­si­cher­heit stand im Mit­tel­punkt der Tagung der „Platt­form Pati­en­ten­si­cher­heit“ Anfang Novem­ber in Wien. Ein­fachste Maß­nah­men wie bei­spiels­weise Check­lis­ten kön­nen viele die­ser Ereig­nisse, die in zwei bis sechs Pro­zent sta­tio­näre Auf­nah­men ver­ur­sa­chen, verhindern.

Geplante Ver­schlech­te­run­gen bei den Dienst­zeit­re­ge­lun­gen waren der Grund, wieso Spi­tals­ärz­tin­nen und Spi­tals­ärzte in Nor­we­gen fünf Wochen gestreikt haben. Vor­erst konn­ten die Atta­cken durch soli­da­ri­sches Han­deln abge­wehrt werden.

The­men­wech­sel: Eine dra­ma­ti­sche Ent­wick­lung zeigt sich bei den Sui­zid­ra­ten: Sie sind in eini­gen Län­dern – dar­un­ter auch Öster­reich – spe­zi­ell bei 15- bis 29-Jäh­ri­gen äußerst hoch. Die WHO for­dert mehr Akti­vi­tä­ten in punkto Prävention.

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner
Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 22 /​25.11.2016