kurz & infor­ma­tiv: Poli­ti­sche Kurzmeldungen

25.01.2015 | Poli­tik

TIA: Auf­klä­rungs­of­fen­sive

Einen wei­te­ren Schwer­punkt zur aktu­el­len Auf­klä­rungs­of­fen­sive über TIAs (Tran­si­ente ischä­mi­sche Atta­cke) gibt es in die­ser Aus­gabe der ÖÄZ. Ein Bei­trag („Risi­ko­fak­to­ren bei TIA: Ursa­chen­for­schung”) gibt umfas­send Aus­kunft über die Risi­ko­fak­to­ren und das aktu­elle Manage­ment der­sel­ben, die Iden­ti­fi­zie­rung der Patho­ge­nese und ent­spre­chende Stra­te­gien bei der Sekun­där­prä­ven­tion. Als Ansprech­part­ner fun­gier­ten dabei Ver­tre­ter der Kom­pe­tenz­part­ner die­ser Akti­vi­tät von der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Neu­ro­lo­gie, der Öster­rei­chi­schen Kar­dio­lo­gi­schen Gesell­schaft, der Öster­rei­chi­schen Schlag­an­fall­ge­sell­schaft, der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für All­ge­mein­me­di­zin sowie der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Innere Medizin.


Kran­ken­kas­sen erwar­ten Minus

Für 2015 und 2016 erwar­tet der Vor­sit­zende des Haupt­ver­ban­des der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger, Peter McDo­nald, rote Zah­len für die Kran­ken­kas­sen. Grund: das geringe Wirt­schafts­wachs­tum und die stei­gende Arbeits­lo­sig­keit. Auch seien ab der Jah­res­mitte 2014 die Medi­ka­men­ten­kos­ten um acht Pro­zent gestie­gen. „Über den Kon­junk­tur­zy­klus“ sei aber mit aus­ge­gli­che­nen Finan­zen zu rech­nen. McDo­nald hofft außer­dem auf die ange­kün­digte Steu­er­re­form; bringt sie einen Impuls für die Beschäf­ti­gung und den Stand­ort, bedeute dies auch Mehr­ein­nah­men für die Kas­sen. Durch das neue Ärzte- Arbeits­zeit­ge­setz sieht McDo­nald keine finan­zi­el­len Pro­bleme für die Kas­sen; die Mehr­kos­ten der Län­der hät­ten auf sie keine Aus­wir­kun­gen. Nach Ansicht von Gesund­heits­mi­nis­te­rin Sabine Ober­hau­ser (SPÖ) wie­derum ist es noch zu früh, eine Ent­wick­lung der Kas­sen abzu­schät­zen. Weil diese sowohl von den Aus­ga­ben als auch den Ein­nah­men, dem Arbeits­markt sowie der Wirt­schaft abhänge, erhoffe auch sie sich Impulse durch die geplante Steuerreform.

WHO: Adi­po­si­tas ist welt­weite Epidemie

Welt­weit sind 1,4 Mil­li­ar­den Erwach­sene über­ge­wich­tig, ein Drit­tel von ihnen ist adi­pös. Jähr­lich ster­ben laut WHO (Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion) 2,8 Mil­lio­nen Men­schen an den Fol­gen. In der EU hat sich die Zahl der Betrof­fe­nen seit den 1980er Jah­ren ver­drei­facht; Ten­denz stei­gend. Laut OECD sind in den USA 34 Pro­zent der Erwach­se­nen adi­pös; in Deutsch­land 15 Pro­zent, in Öster­reich zwölf Pro­zent und in Japan vier Prozent.

Öster­reich: geringe Influenza-Aktivität

Wei­ter­hin gering ist die Influ­enza-Akti­­vi­­tät in Öster­reich. In Wien wur­den Mitte Dezem­ber 2014 rund 7.600 Erkran­kun­gen pro Woche regis­triert; ver­gli­chen mit den Wochen zuvor war die Zahl damit kon­stant. Die Erkran­kun­gen waren groß­teils durch eine A(H3N2)-Drift-Variante ver­ur­sacht, die sich etwas von dem im sai­so­na­len Impf­stoff ent­hal­te­nen „A/​Texas/​50/​2012 (H3N2)-like virus“ unterscheidet.

Frank­reich: Sui­zid­rate steigt mit Arbeitslosigkeit

Nimmt die Arbeits­­lo­­sen-Quote um etwa zehn Pro­zent zu, steigt die Sui­zid­rate um rund 1,5 Pro­zent. Das ergab eine fran­zö­si­sche Stu­die des Natio­na­len Insti­tuts für Gesund­heit und medi­zi­ni­sche For­schung. Aller­dings habe die Stu­die laut den For­schern rein sta­tis­ti­schen Cha­rak­ter; ein direk­ter Zusam­men­hang zwi­schen Arbeits­lo­sig­keit und Sui­zid könne dar­aus nicht abge­lei­tet werden.

Peking: Rauch­ver­bot in öffent­li­chen Räumen

In Peking ist das Rau­chen in öffent­li­chen Räu­men wie Restau­rants, Büros oder U‑Bahnen ab Mitte 2015 ver­bo­ten. Auch ein Gesetz, das Wer­bung für Ziga­ret­ten ver­bie­tet, wird vor­be­rei­tet. Zusätz­lich sol­len auf Ziga­ret­ten­pa­ckun­gen künf­tig auf­fäl­lige Warn­hin­weise ange­bracht wer­den. Mit 300 Mil­lio­nen Rau­chern ist China das Land mit den meis­ten Rau­chern; China gilt welt­weit als der größte Zigaretten-Produzent.

Voll­ver­samm­lung der ÖÄK

ÖÄK spricht sich gegen aktive Ster­be­hilfe aus

In ihrer Voll­ver­samm­lung im Dezem­ber 2014 hat sich die ÖÄK ein­stim­mig gegen die aktive Ster­be­hilfe in Öster­reich aus­ge­spro­chen. Ebenso ein­stim­mig wurde der Aus­bau der Pal­lia­tiv­me­di­zin befür­wor­tet. Es sei nicht die Auf­gabe der Ärz­te­schaft, den Tod kran­ker Men­schen auf Wunsch gezielt her­bei­zu­füh­ren. Leben zu been­den, wider­spre­che dem ärzt­li­chen Berufs­ethos. Viel­mehr sei die Pflicht jedes Arz­tes, Leben zu erhal­ten und Ster­bende pal­lia­tiv­me­di­zi­nisch zu beglei­ten; des­we­gen sei ein umfas­sen­der Aus­bau der Pal­lia­tiv­me­di­zin in Öster­reich drin­gend erforderlich.

ÖÄK for­dert neues Hepa­­ti­­tis-Medi­­­ka­­ment auf Kassenkosten

In einer Reso­lu­tion hat die Voll­ver­samm­lung der ÖÄK gefor­dert, dass Sovaldi (gegen Hepa­ti­tis C) allen Pati­en­ten, die es brau­chen, gewährt wer­den muss. Eine Ver­schrei­bung durch nie­der­ge­las­sene Fach­ärzte müsse außer­dem zuge­las­sen wer­den. Der­zeit über­neh­men die Kas­sen die Behand­lung mit die­sem Prä­pa­rat auf­grund der hohen The­ra­pie­kos­ten von etwa 65.000 Euro nur dann, wenn die Erkran­kung weit fort­ge­schrit­ten und die Stan­dard­the­ra­pie wir­kungs­los oder unver­träg­lich ist. Die Ver­schrei­bung auf einige sta­tio­näre Ein­rich­tun­gen zu beschrän­ken wider­spre­che dar­über hin­aus auch den Bestre­bun­gen der Gesund­heits­re­form, erklärte ÖÄK-Prä­­si­­dent Artur Wech­sel­ber­ger. „Man sagt, man will die Spi­tä­ler ent­las­ten und Leis­tun­gen in den nie­der­ge­las­se­nen Bereich ver­la­gern, weil sie dort kos­ten­güns­ti­ger erbracht wer­den kön­nen. Hier pas­siert aber genau das Gegenteil.“

Die ÖÄK-Vol­l­­­ver­­­sam­m­­lung for­dert daher:

  1. dass all jene Hepa­­ti­­tis-C-Pati­en­­ten die erfor­der­li­che State of the Art- Medi­ka­tion auf Kas­sen­kos­ten erhal­ten, bei denen eine sol­che The­ra­pie medi­zi­nisch sinn­voll ist;
  2. dass die Medi­ka­tion mög­lichst früh­zei­tig ein­ge­setzt wer­den kann, um mensch­li­ches Leid und unnö­tige hohe Fol­ge­kos­ten für das Gesund­heits­sys­tem zu verhindern;
  3. dass allen auf die Behand­lung von Hepa­ti­tis C spe­zia­li­sier­ten nie­der­ge­las­se­nen Fach­ärz­ten die Mög­lich­keit zur Ver­schrei­bung die­ser erfor­der­li­chen State of the Art-Medi­­­ka­­tion gege­ben wird. Der Groß­teil der Pati­en­ten habe der­zeit keine Chance auf die neue, ungleich bes­sere Behand­lung. ÖÄK-Prä­­si­­dent Artur Wech­sel­ber­ger dazu: „Es geht hier ums Prin­zip. Es darf kein Prä­ze­denz­fall ent­ste­hen. Wenn Öster­reich zum soli­da­ri­schen Gesund­heits­sys­tem steht, muss es gegen­über der Phar­ma­in­dus­trie auf höchs­ter poli­ti­scher Ebene Posi­tion beziehen.“

ÖÄK für Rauch­ver­bot in Gastronomie

Die ÖÄK unter­stützt die aktu­el­len Bemü­hun­gen um ein strik­tes Rauch­ver­bot in der Gas­tro­no­mie. „Das gene­relle Rauch­ver­bot ist eine logi­sche Kon­se­quenz aus dem Umstand, dass der Nicht­rau­cher­schutz in Öster­reich im euro­päi­schen Ver­gleich auf dem letz­ten Platz liegt“, erklärte ÖÄK-Prä­­si­­dent Artur Wechselberger. 

Seit Jah­ren setze sich die ÖÄK für den Aus­bau des Nicht­rau­cher­schut­zes ein; neben einem stren­ge­ren Tabak­ge­setz und einem gene­rel­len Rauch­ver­bot im öffent­li­chen Raum for­dert die ÖÄK die Erwei­te­rung von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men und umfas­sende The­ra­pie­an­ge­bote. Wech­sel­ber­ger wei­ter: „Ein gene­rel­les Rauch­ver­bot in der Gas­tro­no­mie ist eine sinn­volle und klare Lösung und ein posi­ti­ver Schritt in eine gesün­dere Zukunft.“ Bei der Umset­zung müsste die Poli­tik aber auch die wirt­schaft­li­chen Aspekte in der Gas­tro­no­mie berück­sich­ti­gen und für Wirte, die bereits in Nicht­rau­cher­schutz inves­tiert haben, eine faire Lösung fin­den. Wech­sel­ber­ger spricht sich auch für eine Erhö­hung der Tabak­steuer aus; das Geld soll dem Gesund­heits­heits­sys­tem zweck­ge­wid­met wer­den. Auch sollte die Gesun­den­un­ter­su­chung mit einem ver­pflich­ten­den Lun­gen­funk­ti­ons­test erwei­tert werden.

Betrugs­pro­zess: Frei­spruch für Ärztin

Mit einem Frei­spruch für die betrof­fene Wie­ner Ärz­tin endete ein Ver­fah­ren, das die Wie­ner GKK ange­strengt hatte. Kon­kret hatte die Kran­ken­kasse der Ärz­tin vor­ge­wor­fen, die Tarif­po­si­tion „Ärzt­li­ches Gespräch mit Dro­gen­kran­ken“ zwar abge­rech­net, nicht aber in adäqua­tem Aus­maß geleis­tet zu haben. Das Wie­ner Straf­lan­des­ge­richt bestä­tigte nun, dass das Vor­ge­hen der Ärz­tin völ­lig kor­rekt war und sprach sie in allen Ankla­ge­punk­ten frei. „Damit ist ein­drucks­voll bestä­tigt wor­den, dass die Wie­ner GKK gegen ein­zelne Ärzte bedenk­lich vor­geht und diese als ver­meint­lich ‚schwarze Schafe‘ vor Gericht bringt“, so Johan­nes Stein­hart, Obmann der Kurie nie­der­ge­las­sene Ärzte der Ärz­te­kam­mer Wien. Er for­dert die Obfrau der Wie­ner GKK, Ingrid Reischl, auf, die „bedenk­li­che Vor­ge­hens­weise und die Ärz­te­hatz“ der Abtei­lung Miss­brauchs­ent­de­ckung und ‑prä­ven­tion (MEP) end­gül­tig zu been­den. Es sei auch „untrag­bar, dass die Wie­ner GKK wahl­los Straf­an­zei­gen erstat­tet und im Ver­bund mit unsach­li­chen Bemer­kun­gen der Wie­ner Pati­en­ten­an­wäl­tin Ärz­tin­nen und Ärzte in ihrer Exis­tenz gefähr­det“, so Stein­hart abschließend.

Stei­er­mark: Ärzte-Gehalts­­schema fixiert 

Mit dem Beschluss der Novelle zum Lan­­des-Dienst­­recht und Besol­dungs­recht (L‑DBR) im stei­ri­schen Land­tag ist das neue Ärzte-Gehalts­­schema für die Stei­er­mär­ki­sche Kran­ken­an­stal­ten­ge­sell­schaft (KAGes) fixiert. Kern der Novelle ist die Erhö­hung der Grund­ge­häl­ter von zehn bis 18 Pro­zent. Auch wer­den die Durch­ar­beits­zeit bei Jour­nal­diens­ten ohne Ver­luste redu­ziert, bes­sere Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen und ein Fami­­lien-freun­d­­li­che­­res Arbeits­um­feld geschaf­fen. „Die KAGes wird damit einer der attrak­tivs­ten Arbeit­ge­ber für Ärz­tin­nen und Ärzte im öffent­li­chen Spi­tals­we­sen Öster­reichs“, erklär­ten Her­wig Lind­ner, Prä­si­dent der Ärz­te­kam­mer Stei­er­mark, und Mar­tin Wehr­schütz, Kuri­en­ob­mann der Ange­stell­ten Ärzte, in einer Aussendung. 

Mehr Krank­heits­aus­brü­che durch Lebensmittel

Mit 133 Lebens­­­mi­t­­tel-bedin­g­­ten Krank­heits­aus­brü­chen ist deren Zahl 2013 im Ver­gleich zum Jahr 2012 (122) leicht gestie­gen. Betrof­fen waren davon 568 Per­so­nen (2012: 561), wie die AGES (Agen­tur für Gesund­heit und Ernäh­rungs­si­cher­heit) kürz­lich bekannt gege­ben hat. Den­noch ist seit 2006 ins­ge­samt ein Rück­gang um 78 Pro­zent zu ver­zeich­nen. 2006 hatte es 609 Aus­brü­che und 2.530 Betrof­fene gege­ben. Bemer­kens­wert sei laut AGES der Rück­gang an Sal­mo­nel­len­aus­brü­chen seit 2006 um 90 Pro­zent durch Sal­­mo­­nel­­len-Bekäm­p­­fungs­­­pro­­gramme bei Lege­hen­nen. Wie schon in den bei­den Vor­jah­ren wur­den durch Cam­py­lo­bac­ter (58) mehr Aus­brü­che ver­ur­sacht als durch Sal­mo­nel­len (44). Cam­py­lo­bac­ter sei seit 2006 das zah­len­mä­ßig grö­ßere Pro­blem bei den Lebens­­­mi­t­­tel-bedin­g­­ten Infektionen.

ÖAMTC-Flug­­­re­t­­tung: 45 Ein­sätze pro Tag

Im Jahr 2014 flo­gen die Not­arzt­hub­schrau­ber der ÖAMTC-Flug­­­re­t­­tung im Schnitt 45 Ein­sätze pro Tag; ins­ge­samt wur­den 16.523 Ein­sätze ver­zeich­net. „Im Ver­gleich zum Vor­jahr stei­gerte sich das Ein­satz­auf­kom­men um 480 Ret­tungs­flüge“, so Geschäfts­füh­rer Rein­hard Krax­ner. Die meis­ten Ein­sätze (1.838) absol­vierte Chris­to­pho­rus Europa 3 in Suben (Ober­ös­ter­reich), gefolgt vom Wie­ner Chris­to­pho­rus 9 (1.796) und Chris­to­pho­rus 3 in Wie­ner Neu­stadt (1.288).

AKH Wien: Wetz­lin­ger ist neuer Direktor

Der bis­he­rige stell­ver­tre­tende Direk­tor des AKH Her­wig Wetz­lin­ger wird nun des­sen Direk­tor. Wetz­lin­ger folgt auf Univ. Prof. Rein­hard Krep­ler, der nach 25 Jah­ren als Ärzt­li­cher Direk­tor und als Direk­tor der KAV-Teil­un­­­ter­­neh­­mung AKH Wien in Pen­sion geht. Bereits seit Sep­tem­ber 2011 ist Wetz­lin­ger für die wirt­schaft­li­chen, finan­zi­el­len und tech­ni­schen Ange­le­gen­hei­ten des AKH ver­ant­wort­lich. Zuvor war er knapp zehn Jahre lang kauf­män­ni­scher Direk­tor des Lan­des­kran­ken­hau­ses Klagenfurt.

Gra­­tis-Zahn­­spange: ab 1. Juli 2015

Nach­dem die zustän­di­gen Gre­mien von Zahn­ärz­te­kam­mer und Haupt­ver­band der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger zuge­stimmt haben, wird die Gra­­tis-Zahn­­spange mit 1. Juli 2015 Rea­li­tät. Bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit (Fehl­stel­lung der Stufe 4 oder 5 der inter­na­tio­na­len IOTN-Klas­­si­­fi­­zie­­rung) wird es zwei neue Kas­sen­leis­tun­gen geben: die früh­kind­li­che Zahn­be­hand­lung bei schwe­ren Fehl­stel­lun­gen ab dem sechs­ten Lebens­jahr (meist in Form der abnehm­ba­ren Zahn­spange) sowie fest­sit­zende Span­gen für Zwölf- bis 18-Jäh­­rige. Erst­be­ra­tun­gen erfol­gen durch einen Zahn­arzt mit Kas­sen­ver­trag; die Bewil­li­gung durch die Kran­ken­kas­sen bei Behand­lung durch einen Kie­fer­or­tho­pä­den ent­fällt. Der Haupt­ver­band rech­net mit rund 8.000 früh­kind­li­chen sowie etwa 22.500 Behand­lun­gen bei Zwölf- bis 18-Jährigen.

Medi­zin­stu­dium: Rezar for­dert mehr Plätze für Österreicher

Der bur­gen­län­di­sche Gesund­heits­lan­des­rat Peter Rezar (SPÖ) for­dert, dass es beim Medi­zin­stu­dium mehr Plätze für öster­rei­chi­sche Matu­ran­ten geben soll – auf zunächst min­des­tens zehn Jahre. Wegen des „bereits aku­ten Ärz­te­man­gels“ solle die Quo­ten­re­ge­lung zuguns­ten von Öster­rei­chern geän­dert wer­den; nur eine „ganz, ganz mini­male Quote“ solle es für Anfän­ger ohne öster­rei­chi­scher Matura geben. Dies­be­züg­lich müss­ten sofort Ver­hand­lun­gen mit der EU-Kom­­mis­­sion geführt wer­den, „um sicher­zu­stel­len, dass wir auch künf­tig genug hei­mi­sche Ärzte haben“. Rezar begrün­det die For­de­rung nach einem „sofor­ti­gen zeit­li­chen Stopp der Quo­ten“ auch mit dem Ärz­te­ar­beits­zeit­ge­setz, das den Ärz­te­man­gel wei­ter ver­schärfe. Seit 2006 sind mit der Quo­ten­re­ge­lung 75 Pro­zent der Stu­di­en­plätze in Human- und Zahn­me­di­zin für Anfän­ger mit öster­rei­chi­scher Matura vor­ge­se­hen; 20 Pro­zent gehen an EU-Bür­­ger und fünf Pro­zent an Nicht-EU-Bürger.

Im Durch­schnitt 13 Tage Krankenstand 

Unselbst­stän­dig beschäf­tigte Öster­rei­cher waren 2013 im Schnitt 13 Tage im Kran­ken­stand, wie der „Fehl­zei­ten­re­port“ ergab. Die Kran­ken­stands­quote von 3,5 Pro­zent bleibt damit im Ver­gleich zum Vor­jahr unver­än­dert. Der Trend zur Ver­kür­zung der Kran­ken­stände nimmt wei­ter zu; Kurz­kran­ken­stände machen bereits 37 Pro­zent der erfass­ten Kran­ken­stände aus. 50 Pro­zent der Kran­ken­stands­fälle und 40 Pro­zent der Kran­ken­stands­tage sind durch Atem­wegs­er­kran­kun­gen und mus­­kulo-ske­­let­tale Erkran­kun­gen ver­ur­sacht. Psy­chi­sche Erkran­kun­gen waren zwar 2013 nur für 2,3 Pro­zent der Kran­ken­stände ver­ant­wort­lich, lagen bei der Dauer der Kran­ken­stände aber an ers­ter Stelle. Im Dienst­leis­tungs­sek­tor blie­ben die Kran­ken­stände kon­stant; in der Waren­her­stel­lung und im Bau­be­reich gin­gen sie deut­lich zurück. Auch die Arbeits­un­fälle nah­men mit einer Quote von 342 je 10.000 Ver­si­cherte ab (2012: 351). Im Bau­sek­tor hat das Unfall­ri­siko den tiefs­ten Stand seit 1974 erreicht.

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 1–2 /​25.01.2015