edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühlgassner

10.06.2011 | Poli­tik

(c) Foto Weinwurm

Die ELGA gibt es zwi­schen ein­zel­nen Ärz­ten und Kran­ken­an­stal­ten bereits. Was wir brau­chen, ist die Ver­net­zung der Gesund­heits­da­ten“ – so lau­tete kürz­lich in einer öster­rei­chi­schen Tages­zei­tung die Ant­wort von Gesund­heits­mi­nis­ter Stö­ger auf die Frage eines Jour­na­lis­ten, wann ELGA kom­men soll.

Wir hal­ten fest: 1) ELGA gibt es schon und 2) es geht um die Ver­net­zung von Gesund­heits­da­ten. Da drängt sich unwei­ger­lich die Frage auf: Wenn wir etwas ohne­hin schon haben und nur noch eine Ver­net­zung not­wen­dig ist, wozu braucht es dann noch eine zusätz­li­che ELGA? Jetzt ein­mal ganz abge­se­hen davon, ob ELGA die in sie gesetz­ten Erwar­tun­gen auch tat­säch­lich erfül­len könnte – wäre es nicht sinn­vol­ler, die schon jetzt bestehen­den, bewähr­ten Sys­teme wei­ter zu ver­net­zen?

Gerade in Zei­ten, in denen die Kos­ten im Gesund­heits­sys­tem eine immer wich­ti­gere Rolle spie­len, ist es gera­dezu ein Muss, sich über alter­na­tive Lösun­gen Gedan­ken zu machen.

Herz­lichst,

Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 11 /​10.06.2011