Bei der Früherkennung von erblichem Brust- und Eierstockkrebs soll es zu einer Vereinheitlichung des Vorgehens kommen, erklärt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie, Univ. Prof. Edgar Petru, anlässlich der wissenschaftlichen Tagung der AGO Anfang Mai in Salzburg im Gespräch mit Corina Petschacher.
ÖÄZ: Im Rahmen der diesjährigen AGO-Tagung wurden neue Aspekte bei der Behandlung verschiedener gynäkologischer Tumorerkrankungen besprochen. Was darf man sich davon erwarten?
Petru: Zur Behandlung des Ovarialkarzinoms steht ein neues Medikament zur Verfügung, der monoklonale Antikörper Bevacizumab (Avastin®). Es handelt sich dabei um einen Angioneogenese-Hemmer, also einen Wirkstoff, der die Gefäßneubildung hemmt. Dieses Medikament hat bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs zu einer deutlichen Verbesserung des tumorfreien Überlebens um sechs Monate geführt.