Edi­to­rial: Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA

16.08.2022 | Politik

Dr. med. Agnes M. Mühlgassner, MBA

Can­na­bis ist laut dem Euro­päi­schen Dro­gen­be­richt 2022 die am häu­figs­ten kon­su­mierte ille­gale Droge in Europa. 48 Mil­lio­nen Män­ner und rund 31 Mil­lio­nen Frauen haben sie bereits ein­mal kon­su­miert. Die Lebens­zeit­prä­va­lenz für den Cannabis­Konsum reicht von 4,3 Pro­zent der Erwach­se­nen in Malta bis zu 44,8 Pro­zent in Frank­reich. Warum die zuge­las­se­nen THC­Präparate – auch wenn sie streng nach Indi­ka­tion ver­ord­net wer­den – den­noch ein Sucht­po­ten­tial haben, dar­über berich­ten wir in die­ser Aus­gabe der ÖÄZ.

Ben­zo­dia­ze­pine wie­derum zähl­ten Ende der 1960er Jahre bis hin­ein in die 1980er Jahre zu den am häu­figs­ten ver­schrie­be­nen Medi­ka­men­ten in den USA. 1978 wurde mit 2,3 Mil­li­ar­den Dosen der von Leo Stern­bach ent­deck­ten Sub­stanz der Höchst-stand erreicht. Dass das Sucht­po­ten­tial von Ben­zo­dia­ze­pi­nen nicht im Prä­pa­rat, son­dern in der Per­son liegt, dar­über infor­mie­ren Exper­ten im ÖÄZ­Beitrag und auch dar­über, wel­che Per­so­nen am meis­ten davon betrof­fen sind. Details gibt es auch zur NiedrigdosisAbhängigkeit.

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA

Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 15–16 /​15.08.2022