© AAMP/Hörmannseder

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Ent­gelt­li­che Einschaltung

Arbeits­me­di­zin – die span­nende Jobperspektive

Arbeits­me­di­zin ist ein span­nen­des Berufs­feld. Der Bedarf in Öster­reich ist groß, nicht zuletzt auf­grund der gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für Arbeit­ge­ber. Das Bewusst­sein für den – letzt­lich auch betriebs­wirt­schaft­li­chen – Wert von Arbeits­me­di­zin wächst. Den­noch besteht ein immer grö­ße­rer Man­gel an Arbeits­me­di­zi­nern: All das sorgt für aus­ge­zeich­nete Per­spek­ti­ven und einen her­aus­for­dern­den Job, der bei aller Sicher­heit viel Frei­heit und Selb­stän­dig­keit bietet.

Arbeits­me­di­zin: Die per­fekte Abrun­dung der medi­zi­ni­schen Karriere

Immer mehr Medi­zi­ner über­le­gen, ihren Akti­ons­ra­dius zu erwei­tern oder den Schwer­punkt etwas zu ver­än­dern. Und Berufs­ein­stei­ger wol­len oft etwas Ande­res als die klas­si­sche Kar­riere in Spi­tal oder Ordi­na­tion. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür sind gut: Denn die Aus­bil­dungs- und Berufs­welt ist heute im Gegen­satz zu frü­her wesent­lich durch­läs­si­ger und gewis­ser­ma­ßen elas­ti­scher. Viele neue Mög­lich­kei­ten tun sich gerade im medi­zi­ni­schen Bereich auf, und oft geht es nicht um ein „Ent­we­der – Oder“, son­dern eher um ein „Sowohl – Als auch“.

So kann eine Tätig­keit als Arbeits­me­di­zi­ner auch neben einer Pra­xis oder Teil­zeit-Anstel­lung als zusätz­li­cher Ein­satz­be­reich eine inter­es­sante wei­tere Erwerbs­quelle sein. Auch hier steht die fach­li­che Her­aus­for­de­rung im Vor­der­grund; im Ver­gleich zur manch­mal auf­rei­ben­den kura­ti­ven Tätig­keit in Spi­tal oder Ordi­na­tion ist diese Auf­gabe frei­lich bes­ser plan­bar und fami­li­en­freund­li­cher. Für viele Arbeits­me­di­zi­ner ist zudem der stark prä­ven­tive Cha­rak­ter diese Auf­gabe sehr befrie­di­gend und mit sei­nem Nach­hal­tig­keits­aspekt eine per­fekte Ergän­zung zum kura­ti­ven Alltag.
Arbeits­me­di­zi­ner Dr. Mar­kus Wacht­ler ist die­sen Weg gegan­gen: „Ich ver­stehe und erlebe Arbeits­me­di­zin als enorm wich­ti­gen Bei­trag für Men­schen und Wirt­schaft. Aus mei­ner Per­spek­tive als Ober­arzt in einem Kran­ken­haus und als nie­der­ge­las­se­ner Arzt weiß ich, dass es auch im Betrieb um solide Bera­tung geht.“
Der Bedarf ist jeden­falls enorm: Aktu­ell gibt es knapp unter 1.000 aktiv tätige Arbeits­me­di­zi­ner in Öster­reich, und den­noch feh­len nach Schät­zun­gen von Exper­ten rund 500. Jedes Jahr wächst diese Lücke um wei­tere 100 Arbeits­me­di­zi­ner, die drin­gend gesucht werden.

Arbeits­me­di­zin hat Zukunft

Die Arbeits­welt ver­än­dert sich rasant. Auto­ma­ti­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung prä­gen heute viele Betriebe und Berufe, und immer mehr Berufs­wege wer­den von die­ser Ver­än­de­rung erfasst. Spe­zi­ell Beschäf­tigte im Dienst­leis­tungs­be­reich durch­le­ben Her­aus­for­de­run­gen wie Home­of­fice, mobi­les Arbei­ten, vir­tu­elle Teams, Arbeits­ver­dich­tung oder Qualifikationsdruck.
Vor die­sem Hin­ter­grund gewin­nen die Fra­gen der Gesund­heit und Leis­tungs­fä­hig­keit ganz neue Bedeu­tung. Um sie nach­hal­tig zu beant­wor­ten, brau­chen Unter­neh­men Gesund­heits­ex­per­ten. Das Berufs­bild Arbeits­me­di­zi­ner ist damit attrak­ti­ver denn je: Denn nur ver­sierte Gesund­heits-Mana­ger – und damit fle­xibvle Medi­zi­ner – kön­nen den vol­len Bei­trag zum Bestand und Erfolg eines Unter­neh­mens ver­wirk­li­chen, der in der arbeits­me­di­zi­ni­schen Bera­tung und Beglei­tung eines Teams steckt.

Gesund­heits-Experte mit wirt­schaft­li­chem Verständnis

Worum geht es kon­kret im All­tag von Arbeits­me­di­zi­nern? Sie set­zen ihre fach­li­che Exper­tise in Betrie­ben jeder Größe ein und sind dort gewis­ser­ma­ßen eigen­ver­ant­wort­li­che Gesund­heits­ma­na­ger. Etwas zuge­spitzt könnte man sie als „Gesund­heit­li­che Geschäfts­füh­rer“ bezeich­nen: Sie leis­ten einen zen­tra­len Bei­trag zur Leis­tungs­fä­hig­keit, Pro­duk­ti­vi­tät und damit zum Bestand und Erfolg des Unter­neh­mens – in enger Abstim­mung mit dem wirt­schaft­li­chen Manage­ment des Betriebs. Zugleich ste­hen sie im Aus­tausch mit den Beschäf­tig­ten und fin­den so die Balance zwi­schen wirt­schaft­lich not­wen­di­gen und gesund­heit­lich rele­van­ten Schrit­ten – was in den aller­meis­ten Fäl­len kei­nen Wider­spruch dar­stellt, son­dern unterm Strich den sel­ben Zie­len dient, näm­lich Arbeits­fä­hig­keit, Moti­va­tion, Prä­ven­tion und Beratung.
Die Auf­gabe an der Schnitt­stelle zwi­schen Manage­ment und Mit­ar­bei­tern ist anspruchs­voll, aber auch sehr loh­nend, wie Dr. Vera Patsch erklärt: „Es macht mir unglaub­lich viel Spaß, denn ich kann hier sehr viel Posi­ti­ves bewir­ken und meine Stär­ken im Net­wor­king voll ein­set­zen. Ich erlebe mich als Gesund­heits­ma­na­ge­rin – ich muss mich in viele Men­schen hin­ein­den­ken, viele Posi­tio­nen ver­ste­hen und dar­aus die bes­ten Lösun­gen für alle fin­den – und diese Lösun­gen dann auch so erklä­ren, dass alle zustim­men kön­nen. Ja, es ist anstren­gend, und es for­dert mein Den­ken immer wie­der her­aus. Zugleich ist es aber auch so viel­sei­tig, denn ich kann hier medi­zi­ni­sches Know-how ebenso ein­set­zen wie wirt­schaft­li­ches Ver­ständ­nis und juris­ti­sches Grundwissen.“

Abwechs­lungs­reich und ergeb­nis­ori­en­tiert arbeiten

Dabei geht es in der Arbeits­me­di­zin nicht bloß darum, bestehende gesund­heits­re­le­vante Män­gel in Abläu­fen zu erken­nen und zu behe­ben: Denn über den gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Hand­lungs­auf­trag hin­aus bie­ten Arbeits­me­di­zi­ner all­ge­meine Prä­ven­ti­ons-Leis­tun­gen – sowohl in der stra­te­gi­schen Kon­zep­tion und Bera­tung des Manage­ments als auch in der täg­li­chen kon­kre­ten Umset­zung im Unter­neh­men. Noch mehr Effekt haben diese Prä­ven­ti­ons-Leis­tun­gen, wenn die Arbeits­me­di­zin auch Manage­ment­auf­ga­ben zum Thema Gesund­heit über­nimmt. In die­sem Fall brin­gen stra­te­gi­sche betrieb­li­che Gesund­heits­ma­na­ger ihr Wis­sen und ihre Kon­zepte in die Per­so­nal- und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung ein und prä­gen den All­tag des Betriebs mit. So koor­di­nie­ren sie alle gesund­heits­re­le­van­ten Akti­vi­tä­ten im Unter­neh­men, ent­wi­ckeln Gesund­heits- und Prä­ven­ti­ons­stra­te­gien und unter­stüt­zen das Unter­neh­men bei der Umsetzung.

Die­ser Son­der­be­richt ent­stand mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie für Arbeits­me­di­zin und Prävention

Key Facts

Arbeitsmediziner*innen sind

  • Vielseitige Gesundheits-Manager*innen
  • Kommunikatoren und Teamworker
  • Fürsprecher der Gesundheit im Betrieb
  • Lehrende und Lernende

Weitere Informationen zum Berufsbild und Alltag als Arbeitsmediziner*in unter www.arbeitsmedizin-info.at

Hier geht’s gleich zu den aktuellen Job-Angeboten für Arbeitsmediziner*innen“