Edi­to­rial: Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA

09.11.2021 | Poli­tik

Dr. med. Agnes M. Mühlgassner, MBAMit einer Lebens­zeit­prä­va­lenz von bis zu 20 Pro­zent zäh­len Depres­sio­nen zu den häu­figs­ten psych­ia­tri­schen Krank­heits­bil­dern. Bei Bewoh­nern von Seni­o­­ren- und Pfle­ge­hei­men steigt die­ser Anteil auf 30 bis 40 Pro­zent. Ein Dos­sier in die­ser Aus­gabe der ÖÄZ infor­miert aus­führ­lich über alle rele­van­ten Aspekte.

In unse­rem The­men­schwer­punkt Ger­ia­trie geht es u.a. um das Span­nungs­feld zwi­schen Über- und Unter­ver­sor­gung – etwa bei der medi­ka­men­tö­sen Therapie.

Immer­hin lei­det ein Drit­tel der über 70-Jäh­­ri­­gen an min­des­tens fünf behand­lungs­wür­di­gen Erkran­kun­gen; bei den über 85-Jäh­­ri­­gen sind es sogar 50 Pro­zent. Die Neben­wir­kun­gen der Poly­phar­ma­zie sind dabei min­des­tens ebenso pro­ble­ma­tisch wie die medi­ka­men­töse Unter­ver­sor­gung etwa bei Alters­epi­lep­sie. Noch dazu sind nahezu alle Bewoh­ner von Alters- und Pfle­ge­hei­men bei der Auf­nahme man­­gel- oder unterernährt.

Übri­gens: In unse­rer neuen Rubrik „Mei­len­steine der Medi­zin“ befas­sen wir uns dies­mal mit der Ent­wick­lung der Bild­ge­bung: ange­fan­gen mit der Ent­de­ckung der „neuen Art von Strah­len“, wie Wil­helm Con­rad Rönt­gen sie bezeich­nete, über die Sono­gra­phie bis hin zur Ent­wick­lung von CT und MRT.

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner, MBA

Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 21 /​10.11.2021