edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühlgassner

25.11.2018 | Themen

© Gregor Zeitler

Ab einem Kör­per­ge­wicht von 160 kg kommt bei Ret­tungs­ein­sät­zen der soge­nannte Bet­ten-Inten­siv- Trans­por­ter zum Ein­satz. Aus­ge­stat­tet mit einer über­brei­ten Vaku­um­ma­tratze, einem brei­ten Tra­ge­ses­sel, einer elek­trisch unter­stütz­ten Trage sowie einer hydrau­li­schen Hebe­bühne ist das Spe­zi­al­fahr­zeug der Wie­ner Berufs­ret­tung für den Trans­port von Pati­en­ten mit bis zu 450 Kilo­gramm geeig­net. Jeder zehnte Ein­satz die­ses acht Ton­nen schwe­ren LKWs ist wegen der not­fall­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung eines adi­pö­sen Pati­en­ten erfor­der­lich. Ten­denz steigend. 

Das unter­mau­ert auch eine andere Zahl: So sind aktu­ell in Öster­reich rund elf Pro­zent der Frauen und knapp über 13 Pro­zent der Män­ner adi­pös. Auch hier: Ten­denz stei­gend. Das führt auch dazu, dass in Öster­reich jähr­lich mehr als 3.000 baria­tri­sche – oder bes­ser gesagt: meta­bo­li­sche – Ope­ra­tio­nen durch­ge­führt werden. 

Mit der Adi­po­si­tas-Chir­ur­gie ver­folgt man eine Reihe von Zie­len, etwa die Reduk­tion der damit asso­zi­ier­ten Komor­bi­di­tä­ten. Kann doch damit die Lebens­zeit um durch­schnitt­lich acht Jahre ver­län­gert wer­den – bei ins­ge­samt gerin­ge­ren Kos­ten. Alle Details dazu gibt es in unse­rem State of the Art-Arti­kel „Adi­po­si­tas-Chir­ur­gie“ in die­ser Aus­gabe der ÖÄZ. 

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner 
Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 22 /​25.11.2018