edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühlgassner

10.11.2018 | Themen

© Gregor Zeitler

Dass Karl Land­stei­ner die Blut­grup­pen ent­deckt hat, zählt mitt­ler­weile zum All­ge­mein­wis­sen. Kaum bekannt ist jedoch, dass er auch in vie­len ande­ren Berei­chen – zusam­men mit Kol­le­gen – Pio­nier­ar­beit geleis­tet und rund 350 wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten ver­fasst hat. So hat er durch die Ent­wick­lung der Dun­kel­feld­mi­kro­sko­pie die Syphi­lis-Dia­gnos­tik ver­bes­sert. Er legte die Grund­la­gen für die spä­tere Ent­wick­lung des Polio- Impf­stof­fes nach Salk. Ebenso war er betei­ligt an der Ent­wick­lung des Donath-Land­stei­ner-Tests, mit dem die Dia­gno­se­si­che­rung der par­oxys­ma­len Hämo­glo­bin­urie mög­lich ist. Dar­über hin­aus konnte er zur Klä­rung unzäh­li­ger Fälle von Arz­nei­mit­tel­über­emp­find­lich­keit beitragen. 

Die För­de­rung der medi­zi­nisch-wis­sen­schaft­li­chen For­schung steht im Mit­tel­punkt der im Jahr 2004 gegrün­de­ten Karl Land­stei­ner Gesell­schaft, die mitt­ler­weile 64 Insti­tute umfasst. Schwer­punkt­thema des dies­jäh­ri­gen Land­stei­ner-Tags Anfang Novem­ber, der heuer bereits zum 9. Mal statt­ge­fun­den hat, war Dia­be­tes mel­li­tus. Die ÖÄZ ist Koope­ra­ti­ons­part­ner der dies­jäh­ri­gen Veranstaltung. 

Herz­lichst,
Dr. med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner
Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 21 /​10.11.2018