edi­to­rial: Dr. Agnes M. Mühlgassner

25.04.2015 | Poli­tik

© Gregor Zeitler

Um rund fünf Kilo­gramm hat das Durch­schnitts­ge­wicht von Kin­dern in den USA in den letz­ten 30 Jah­ren zuge­nom­men. Im Ver­gleich zu den 1970er Jah­ren neh­men Kin­der durch­schnitt­lich 200 Kilo­ka­lo­rien täg­lich mehr zu sich. Von einem Anteil an 30 Pro­zent adi­pö­sen Kin­dern wie in den USA sind wir in Öster­reich noch (weit) entfernt.

Trotz­dem gilt es, die­sem sich all­mäh­lich auch bei uns abzeich­nen­dem Trend gegen­zu­steu­ern. Laut WHO ist ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket erfor­der­lich: ange­fan­gen von der Nähr­­wert-Ken­n­­zeich­­nung bei Lebens­mit­teln und Steu­ern auf gesüßte Getränke über Ernäh­­rungs-Unter­­richt sowie ein bes­se­res Ange­bot von Obst und Gemüse in Schu­len bis hin zu media­len Akti­vi­tä­ten für die Bevöl­ke­rung über die nega­ti­ven Effekte von Adi­po­si­tas. Aber auch ent­spre­chende poli­ti­sche Maß­nah­men sind erforderlich.

Das Paket, das es zu schnü­ren gilt, ist groß. Und die Zeit drängt: Aus dicken Kin­dern wer­den kranke Erwachsene.

Dr.med. Agnes M. Mühl­gas­s­ner
Chef­re­dak­teu­rin

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 8 /​25.04.2015