neu & aktu­ell: Poli­ti­sche Kurzmeldungen

25.09.2013 | Politik


Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung schä­digt Umwelt

Jähr­lich wer­den welt­weit rund 1,3 Mil­li­ar­den Ton­nen Lebens­mit­tel weg­ge­wor­fen – das ver­ur­sacht nicht nur enorme Wirt­schafts­ein­bu­ßen, son­dern auch schwere Umwelt­schä­den, wie der kürz­lich prä­sen­tierte Report „Fol­gen der Nah­rungs­mit­tel­ver­schwen­dung: Aus­wir­kun­gen auf die Natur­res­sour­cen“ der Ver­ein­ten Natio­nen (UNO) ergab. Weil welt­weit 28 Pro­zent des Acker­lan­des für die Pro­duk­tion von Nah­rung, die nicht ver­braucht wird, genützt wird, ent­steht jähr­lich ein direk­ter finan­zi­el­ler Scha­den von 565 Mil­li­ar­den Euro. Durch die Pro­duk­tion von nie kon­su­mier­ten Lebens­mit­teln wer­den pro Jahr etwa 250 Kubik-Kilo­me­ter Was­ser – was dem fünf­fa­chen Volu­men des Boden­sees ent­spricht – ver­schwen­det. Zusätz­lich ent­ste­hen Treib­haus­gase, die der Wir­kung von 3,3 Mil­li­ar­den Ton­nen Koh­len­di­oxid ent­spre­chen. Die Ver­schwen­dung geschieht zu 54 Pro­zent schon wäh­rend der Pro­duk­tion und Lage­rung; zu 46 Pro­zent bei der Wei­ter­ver­ar­bei­tung und beim Konsum.

Vor­arl­berg: weni­ger Pfle­ge­kos­ten durch Anti-Sturz-Trainings 

Mit einem Pilot­pro­jekt der Vor­arl­ber­ger Initia­tive „Siche­res Vor­arl­berg“ (vor­mals „Sichere Gemein­den“) und der Haus­kran­ken­pflege sol­len das Sturz­ri­siko von älte­ren Men­schen und damit die Pfle­ge­kos­ten gesenkt wer­den. Ab Anfang 2014 sol­len aus­ge­bil­dete Trai­ner nach einem Sturz-Risiko-Scree­ning Senio­ren bei fünf Haus­be­su­chen inner­halb von sechs Mona­ten zu indi­vi­du­el­len Übun­gen anlei­ten. Anschlie­ßend soll das Anti-Sturz-Trai­ning eigen­ver­ant­wort­lich fort­ge­setzt wer­den. „Bei kon­se­quen­ter Durch­füh­rung lässt sich das Sturz­ri­siko um 30 Pro­zent ver­rin­gern“, erklärte der Geschäfts­füh­rer von „Siche­res Vor­arl­berg“, Franz Rein. Weil Stürze häu­fig Aus­lö­ser für Pfle­ge­be­dürf­tig­keit seien, könn­ten damit Fol­ge­kos­ten für das Gesund­heits­sys­tem ver­hin­dert wer­den, so Lan­des­haupt­mann Mar­kus Wallner.

USA: Lega­li­sie­rung von Marihuana

Die US-ame­ri­ka­ni­sche Regie­rung über­lässt es künf­tig den Bun­des­staa­ten selbst, Mari­huana zu lega­li­sie­ren. Regio­nale Gesetze wer­den nicht ange­foch­ten; gegen Schmug­gel und Ver­kauf an Min­der­jäh­rige wird jedoch wei­ter­hin vor­ge­gan­gen. In vie­len Bun­des­staa­ten gibt es für das laut Bun­des­ge­set­zen ille­gale Mari­huana schon jetzt Aus­nah­men für medi­zi­ni­sche Zwecke.

Deutsch­land: Con­tai­ner-Apo­the­ken kom­men

Der deut­sche Dienst­leis­ter Eas­yApo­theke will ab 2014 Apo­the­ken in Con­tai­nern auf Park­plät­zen von gro­ßen Ver­brau­cher­märk­ten betrei­ben. Die erste Apo­theke soll in Düs­sel­dorf eröff­nen; jähr­lich sol­len zehn bis 20 Module fol­gen. Der Vor­teil: Con­tai­ner-Apo­the­ken – Stan­dard­größe: 160 Qua­drat­me­ter – kön­nen ver­setzt wer­den, wenn ein Stand­ort nicht läuft. Eas­yApo­theke hat 70 Nie­der­las­sun­gen in ganz Deutschland.

Hon­du­ras: wei­tere Dengue-Tote

In Hon­du­ras sind wie­der vier Men­schen an Den­gue-Fie­ber gestor­ben. Die Zahl der Todes­op­fer stieg damit auf 21; Ende Juli 2013 hatte das Land den natio­na­len Not­stand aus­ge­ru­fen. In Mit­tel­ame­rika sind bis­her 36 Men­schen an der durch die Ste­go­myia aegypti-Mücke über­tra­ge­nen Krank­heit gestor­ben. Zehn­tau­sende Men­schen in der Region lei­den an Dengue-Fieber.

Grie­chen­land: mehr Sui­zide seit Krise

2011 haben in Grie­chen­land 477 Men­schen (plus 45,4 Pro­zent) mehr Selbst­mord ver­übt wie 2007 vor Aus­bruch der Finanz­krise (328 Per­so­nen), wie die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion Kli­maka unter Beru­fung auf das Sta­tis­ti­sche Amt bekannt­gab. Für 2012 lie­gen noch keine end­gül­ti­gen Zah­len vor; laut einem Spre­cher von Kli­maka erwarte man sich jedoch, dass es „genauso schlimm“ sei.

Haupt­ver­band beschließt Bundes-Zielsteuerungsvertrag

Der Bun­des-Ziel­steue­rungs­ver­trag, mit dem Bund, Län­der und Sozi­al­ver­si­che­rung die Gesund­heits­re­form umset­zen wol­len, ist nun auch vom Haupt­ver­band der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger offi­zi­ell beschlos­sen wor­den. Der Ver­trag gibt grob vor, wel­che Maß­nah­men zur Qua­li­täts­ver­bes­se­rung und Kos­ten­dämp­fung im Rah­men der Gesund­heits­re­form auf Lan­des­ebene getrof­fen wer­den müs­sen. Ent­schei­dend für die Umset­zung der Reform sind die Lan­des-Ziel­steue­rungs­ver­träge; sie müs­sen von der Lan­des­po­li­tik und den Kran­ken­kas­sen bis Ende Sep­tem­ber 2013 aus­ver­han­delt werden.

ÖÄK: höhere Impfhonorare

Die Bun­des­ku­rie nie­der­ge­las­sene Ärzte hat kürz­lich beschlos­sen, die Emp­feh­lungs­ho­no­rare für Imp­fun­gen anzu­he­ben: wäh­rend Impf­ak­tio­nen von bis­lang zwölf Euro auf 14 Euro und außer­halb von Aktio­nen von 15 Euro auf 19 Euro.

AKH Wien: gemein­same Betriebs­füh­rung ab 2015

Um den kom­ple­xen Struk­tu­ren im Wie­ner AKH gerecht zu wer­den, haben sich die Stadt Wien und die Medi­zi­ni­sche Uni­ver­si­tät Wien auf eine gemein­same Betriebs­füh­rung geei­nigt; sie soll ab 2015 kom­men, wie Gesund­heits­stadt­rä­tin Sonja Weh­sely (S) und Rek­tor Univ. Prof. Wolf­gang Schütz kürz­lich erklär­ten. Eine ent­spre­chende Absichts­er­klä­rung wurde bereits unter­zeich­net. Damit wer­den Leis­tun­gen sowie Per­so­nal und Bud­get künf­tig gemein­sam geplant. Als all­ge­meine öffent­li­che Zen­tral­kran­ken­an­stalt und Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum hat das AKH eine Dop­pel­funk­tion: gemäß einer Ver­ein­ba­rung aus 2005, die 2015 aus­läuft, ist das ärzt­li­che Per­so­nal von der Uni­ver­si­tät bereit­zu­stel­len, das Pflege- und Erhal­tungs­per­so­nal aber von der Stadt. Erst kürz­lich hatte auch der Rech­nungs­hof diese Struk­tu­ren im AKH kri­ti­siert: Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Stadt und Uni­ver­si­tät funk­tio­niere in so gut wie allen Berei­chen schlecht, die Finan­zie­rung sei intrans­pa­rent, die Kos­ten hoch. Mit rund 2.200 Bet­ten, vier Mil­li­ar­den Euro Errich­tungs­kos­ten und knapp 1,2 Mil­li­ar­den Euro lau­fen­den Kos­ten ist das AKH die größte Kran­ken­an­stalt des Landes.

Neu: Video­dol­metsch-Ser­vice startet

Am 7. Okto­ber 2013 star­tet die Öster­rei­chi­sche Platt­form für Pati­en­ten­si­cher­heit das Pilot­pro­jekt Video­dol­met­schen, wie Maria Klete­cka-Pul­ker vom Insti­tut für Ethik und Recht in der Medi­zin erklärte. Fremd­spra­chi­gen und gehör­lo­sen Pati­en­ten soll damit die Kom­mu­ni­ka­tion mit Arzt und Pfle­ge­per­so­nal erleich­tert wer­den. Situa­tio­nen, in denen bis­her Kran­ken­haus-Mit­ar­bei­ter oder Fami­li­en­an­ge­hö­rige zur Ver­stän­di­gung bei­gezo­gen wer­den, sol­len dadurch ver­mie­den wer­den. Damit soll eine funk­tio­nie­rende Kom­mu­ni­ka­tion gewähr­leis­tet und Haf­tungs­fol­gen unzu­rei­chen­der Auf­klä­rung aus­ge­schlos­sen wer­den. Im Rah­men des Pilot­pro­jekts in Spi­tals­am­bu­lan­zen, Ein­rich­tun­gen der PVA sowie in Ordi­na­tio­nen – wird getes­tet, ob der externe Dol­metsch-Ser­vice von Spi­tals­am­bu­lan­zen, nie­der­ge­las­se­nen Ärz­ten und Pfle­ge­in­sti­tu­tio­nen akzep­tiert wird. Zunächst wird für Tür­kisch, Bosnisch/​Kroatisch/​Serbisch und Gebär­den­spra­che täg­lich 16 Stun­den lang (von 6 Uhr bis 22 Uhr) das Dol­met­schen mit­tels Video­kon­fe­renz angeboten.

Bur­gen­land: zwei Pri­ma­rii für fünf Spitäler

Für die fünf bur­gen­län­di­schen Spi­tä­ler soll es künf­tig laut Gesund­heits­lan­des­rat Peter Rezar (S) nur noch zwei ärzt­li­che Direk­to­ren geben. Im Süden des Lan­des kommt Ober­pul­len­dorf – sobald der Ver­trag des ärzt­li­chen Lei­ters aus­läuft – zu Ober­wart und Güs­sing. Im Nor­den wie­derum sol­len sich ab Anfang 2017 das Kran­ken­haus der Barm­her­zi­gen Brü­der in Eisen­stadt und das KRA­GES-Spi­tal Kitt­see einen ärzt­li­chen Direk­tor tei­len. „Wir hof­fen, dass das zu einem ver­nünf­ti­gen Leis­tungs­ab­gleich zwi­schen den ein­zel­nen Abtei­lun­gen der in den ärzt­li­chen Direk­tio­nen zusam­men­ge­führ­ten Spi­tä­ler füh­ren wird“, so der Bun­des­ku­ri­en­ob­mann der ange­stell­ten Ärzte in der ÖÄK, Harald Mayer.

SVA star­tet Gesund­heits-Check Junior 

Prä­ven­tion von Kin­des­bei­nen an: Ab Okto­ber 2013 star­tet die SVA (Sozi­al­ver­si­che­rungs­an­stalt der gewerb­li­chen Wirt­schaft) das Pilot­pro­jekt „Gesund­heits-Check Junior“. Dabei wird Kin­dern von SVA-Ver­si­cher­ten zwi­schen dem sechs­ten und 17. Lebens­jahr eine frei­wil­lige und kos­ten­lose Vor­sorge-Unter­su­chung ange­bo­ten. „Damit wol­len wir ver­su­chen, die Lücke zwi­schen der letz­ten Mut­ter-Kind-Unter­su­chung und der ers­ten Gesun­den­un­ter­su­chung im Erwach­se­nen­al­ter zu schlie­ßen“, erklärt Rudolf Schmitz­ber­ger, der das Pro­jekt von Sei­ten der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kam­mer betreut. Neben einer gründ­li­chen Ana­mnese, dem Impf­sta­tus, bereits durch­ge­mach­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten und Ope­ra­tio­nen sowie einer Fami­li­en­ana­mnese liegt der Fokus auf allen Facet­ten der Prä­ven­tion: Gesunde Ernäh­rung ist ebenso Thema wie aus­rei­chende Bewe­gung. Auch spe­zi­elle Beein­träch­ti­gun­gen wie etwa des Bewe­gungs­ap­pa­rats oder der Lun­gen­funk­tion sowie All­er­gien kön­nen hier recht­zei­tig erkannt und Gegen­maß­nah­men ergrif­fen wer­den. Die Kin­der und Jugend­li­chen sol­len früh­zei­tig ler­nen, sich mit ihrem Kör­per und der eige­nen Gesund­heit aus­ein­an­der­zu­set­zen. „Wir wol­len ihnen den Vor­sor­ge­ge­dan­ken näher brin­gen“, so Schmitz­ber­ger. Aber nicht nur die kör­per­li­che Prä­ven­tion steht im Vor­der­grund: Der Check soll auch eine Gesprächs­ba­sis schaf­fen und Unter­stüt­zung in den wich­ti­gen Pha­sen der Ein­schu­lung und der Puber­tät bie­ten. Schu­li­sche oder fami­liäre Pro­bleme wer­den the­ma­ti­siert ebenso wie Alko­hol, Ziga­ret­ten und Dro­gen. Sucht­ver­hal­ten wird auch anhand des Medi­en­kon­sums der Kin­der und Jugend­li­chen ange­spro­chen. Bei Auf­fäl­lig­kei­ten lei­ten die Ärzte Coa­ching-Gesprä­che ein; jeder Teil­neh­mer erhält außer­dem eine gedruckte Coa­ching-Info. Vor­läu­fig wer­den nur Päd­ia­ter und All­ge­mein­me­di­zi­ner in Wien und dem Bur­gen­land den Gesund­heits-Check wäh­rend der zwei­jäh­ri­gen Lauf­zeit des Pilot­pro­jekts durch­füh­ren. Schmitz­ber­ger wei­ter: „Natür­lich wol­len wir den Check dann auch auf die ande­ren Bun­des­län­der aus­wei­ten und die ande­ren Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger moti­vie­ren, eben­falls tätig zu wer­den.“
BW

ÖÄK: Pri­mar­ärzte for­dern mehr Personal

Mehr per­so­nelle Res­sour­cen, weni­ger Admi­nis­tra­tion und mehr Zeit für Pati­en­ten – das for­dert der stell­ver­tre­tende Obmann der Bun­des­ku­rie ange­stellte Ärzte und Spre­cher der Pri­mar­ärzte der ÖÄK, Die­ter Kölle. Sei­ner Ansicht nach müsse sich in den Spi­tä­lern grund­le­gend etwas ändern: „Der admi­nis­tra­tive Auf­wand nimmt ste­tig zu. Dazu kommt die Schwie­rig­keit, vakante Pos­ten rasch zu beset­zen und medi­zi­ni­schen Nach­wuchs adäquat aus­zu­bil­den.“ Auch um zu ver­hin­dern, dass gut aus­ge­bil­dete Fach­ärzte abwan­dern, brau­che es Anreiz­sys­teme. „Dazu müs­sen aber Poli­tik und Spi­tals­trä­ger an einem Strang zie­hen.“ Ein viru­len­tes Pro­blem sei die Per­so­nal­knapp­heit. Bei Kran­ken­stän­den oder Urlaub könne der Regel­be­trieb nur schwer auf­recht­erhal­ten blei­ben. „Oft sind die Pri­ma­rii selbst die ein­zige Per­so­nal­re­serve, die zur Ver­fü­gung steht“, weiß Kölle. Eine Per­so­nal­re­serve könne Leis­tungs­ein­schrän­kun­gen ver­hin­dern und Mit­ar­bei­ter gesund hal­ten. Außer­dem müsse man weib­li­che Füh­rungs­kräfte för­dern und Struk­tu­ren, die es ihnen ermög­lich­ten, Füh­rungs­po­si­tio­nen wahrzunehmen.

EU: Ver­schär­fung des Tabak­ge­set­zes verschoben

Weil meh­rere Berei­che der stren­ge­ren Tabak-Richt­li­nie noch strit­tig sind, wurde die ursprüng­lich für Anfang Sep­tem­ber geplante Abstim­mung im EU-Par­la­ment auf Okto­ber 2013 ver­scho­ben. Unei­nig ist man sich etwa bei der Größe von Warn­hin­wei­sen und Schock­bil­dern auf Ziga­ret­ten­pa­ckun­gen. Zuletzt wurde über eine Größe von 75 Pro­zent auf der Packung dis­ku­tiert und auch über ein Ver­bot von Zusatz­stof­fen wie etwa Men­thol und Vanille. Strit­tig sind außer­dem E‑Zigaretten sowie Mini-Packun­gen. Von den For­de­run­gen nach ganz wei­ßen, unbe­schrif­te­ten Schach­teln und einem Ver­kauf unter dem Laden­tisch sei man aber abge­kom­men. Indes­sen ergab eine bri­ti­sche Stu­die, dass Schock­fo­tos auf Jugend­li­che kaum abschre­ckend wir­ken; weni­ger als zehn Pro­zent konn­ten sich an die Bil­der auf der Rück­seite erin­nern, an Warn­hin­weise auf der Vor­der­seite der Ver­pa­ckung aber mehr als die Hälfte.

Wolf­gang Wesiack verstorben

Der lang­jäh­rige Vor­stand der Uni­ver­si­täts­kli­nik für medi­zi­ni­sche Psy­cho­lo­gie und Psy­cho­the­ra­pie der Uni­ver­si­tät Inns­bruck, Univ. Prof. Wolf­gang Wesiack, ist kürz­lich ver­stor­ben. Den größ­ten Teil sei­nes Arbeits­le­bens hat Wesiack in Tirol gewirkt, wo er auch – auf Tiro­ler Ebene – mit einer Bal­int­gruppe begon­nen hat. Zusam­men mit ande­ren hat er ab 1987 die Diplom­fort­bil­dun­gen in die­sem Bereich ins Leben geru­fen. Auf öster­rei­chi­scher Ebene hat er maß­geb­lich die wis­sen­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen zur Inte­gra­tion der Psy­cho­so­zia­len, Psy­cho­so­ma­ti­schen und Psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Medi­zin in der Ärz­te­kam­mer geschaf­fen und die spre­chende Medi­zin zum zen­tra­len Anlie­gen der Behand­lung gemacht. Die För­de­rung der Refe­rate für Psy­cho­so­ziale, Psy­cho­so­ma­ti­sche und Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Medi­zin in der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kam­mer und den Lan­des­ärz­te­kam­mern ist Wesiack zu ver­dan­ken. Dass die Ärzte ihre medi­zi­ni­schen Kennt­nisse in drei Stu­fen bis zur voll­wer­ti­gen psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Qua­li­fi­ka­tion ergän­zen, geht ebenso wie auch die Grün­dung von Aus- und Fort­bil­dungs­ver­ei­nen und die Mit­ar­beit in der Öster­rei­chi­schen Bal­int­ge­sell­schaft auf ihn zurück. Wesiack war lange Zeit Prä­si­dent der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Medi­zin; bis zuletzt war er Ehren­prä­si­dent der Öster­rei­chi­schen Balintgesellschaft.

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 18 /​25.09.2013