www.arztjobs.at: Mit einem Klick zum Job

25.03.2011 | Poli­tik


Im April 2011 geht die erste öster­rei­chi­sche Stel­len­platt­form für Ärzte online: Unter http://www.arztjobs.at wer­den Inter­es­sen­ten die Mög­lich­keit haben, sich über neu­este Stel­len­an­ge­bote im In- und Aus­land zu infor­mie­ren.

Von Bir­git Oswald

Der Job­markt für Ärzte ist längst inter­na­tio­nal, betont Jung­ärz­te­re­fe­rent der Ärz­te­kam­mer für Wien, Mar­tin Andreas. Immer häu­fi­ger inter­es­sie­ren sich deutsch­spra­chige Ärzte für Stel­len im benach­bar­ten Aus­land; vor allem Jung­me­di­zi­ner suchen ver­mehrt nach Aus­bil­dungs­stel­len fernab der öster­rei­chi­schen Hei­mat. „Des­halb hat die Öster­rei­chi­sche Ärz­te­kam­mer in Koope­ra­tion mit der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­zei­tung und dem Ver­lags­haus der Ärzte eine Inter­­net-Plat­t­­form ins Leben geru­fen, die migra­ti­ons­wil­li­gen Ärz­ten den Zugang zu Stel­len im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum erleich­tern soll“, so Andreas, der auch als Pro­jekt­lei­ter von www.arztjobs.at firmiert.

Ab April 2011 steht dann unter http://www.arztjobs.at eine Stel­len­platt­form – für Job­su­chende kos­ten­los – zur Ver­fü­gung. „Unser Ziel ist, alle Job­platt­for­men, die für Ärzte inter­es­sant sind, zu ver­ei­ni­gen. Wir ver­su­chen damit, ein vita­les Inter­esse unse­rer jun­gen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zu bedie­nen“, sagt Andreas. Es soll also eine vir­tu­elle Ver­net­zung von Arbeits-suchen­­den Ärz­ten und Kran­ken­an­stal­ten, die Stel­len zu bie­ten haben, entstehen.

Die aktu­ells­ten Stel­len­aus­schrei­bun­gen wer­den gleich auf der Start­seite zugäng­lich sein. Dort wird auch ein News-Bereich, der stän­dig aktua­li­siert wird, über die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen im Bereich des ärzt­li­chen Arbeits­mark­tes infor­mie­ren. Links – wie etwa aktu­ell zu den Job­mes­sen für Jung­me­di­zi­ner im Mai – füh­ren zu Inhal­ten, die bei der Stel­len­su­che hilf­reich sind.

Infor­ma­tion steht an ers­ter Stelle

Ein gro­ßer Teil der Inter­net­seite ist der Infor­ma­tion gewid­met. Unter der Kate­go­rie „Arbei­ten im Aus­land“ wer­den vor allem recht­li­che Fra­gen zur Auf­nahme der ärzt­li­chen Tätig­keit und zur Wei­ter­bil­dung bezie­hungs­weise Appro­ba­tion in Deutsch­land behan­delt. Auch Details und Tipps zu erfor­der­li­chen Behör­den­we­gen sowie rele­vante Links und Adres­sen wer­den abruf­bar sein. Für inter­es­sierte Ärzte gibt es dar­über hin­aus Erfah­rungs­be­richte von Kol­le­gen, um sich auf diese Weise über die Migra­tion und ihre Vor- und Nach­teile eine Mei­nung zu bil­den. Für Medi­zi­ner aus dem In- und auch aus dem Aus­land, die an Stel­len in Öster­reich inter­es­siert sind, wird das glei­che Ser­vice unter der Rubrik „Arbei­ten in Öster­reich“ ange­bo­ten wer­den. Außer­dem wer­den unter der Kate­go­rie „Sti­pen­dien“ aktu­elle För­der­pro­gramme online sein.

Der Haupt­teil der Platt­form fokus­siert aber auf die kon­krete Job­su­che. Die Inse­rate, die von Kran­ken­an­stal­ten auf die­ser Börse ver­öf­fent­licht wer­den, kön­nen Inter­es­sierte abru­fen – und sich gleich vorab einen ers­ten Ein­druck ver­schaf­fen. Der vir­tu­elle Markt­platz stellt aller­dings aus­schließ­lich auf das aktu­elle Stel­len­an­ge­bot ab, indi­vi­du­elle Stel­len­ge­su­che von Ärz­ten wer­den online nicht berück­sich­tigt. „Die Benut­zer­freund­lich­keit und eine ein­fa­che Hand­ha­bung sol­len im Mit­tel­punkt ste­hen. Wir wün­schen uns einen hür­den­lo­sen Zugang zum inter­na­tio­na­len Job­markt“, betont Andreas. Die Betrei­ber – das Ver­lags­haus der Ärzte und die Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung in Koope­ra­tion mit und im Auf­trag der ÖÄK – ver­zich­ten daher auf eine Benutz­er­re­gis­trie­rung und ermög­li­chen einen direk­ten Ein­stieg in die Jobsuche.

Such­funk­tion vorhanden

Eine mit Schlag­wor­ten bedien­bare Such­funk­tion ermög­licht dem Nut­zer eine Navi­ga­tion nach per­sön­li­chem Anfor­de­rungs­pro­fil: So ist die pas­sende Stelle – soweit im Ange­bot – schnell gefun­den. Die Ziel­ge­nau­ig­keit und der Kom­fort wer­den durch eine Vor­auswahl erhöht: Der Benut­zer kann etwa gleich zu Beginn ein­ge­ben, ob er sich noch in Aus­bil­dung befin­det, ob er über ein Ius prac­ti­candi ver­fügt oder bereits Fach­arzt ist. „Das hat nicht nur für Fach­ärzte Vor­teile. Beson­ders Jung­ärzte, die nach Aus­bil­dungs­stel­len suchen, wer­den von der Fil­te­rung pro­fi­tie­ren“, so Andreas. Für Jung­me­di­zi­ner sind aber noch wei­tere Bene­fits vor­ge­se­hen: Ein eige­nes Seg­ment für Lehr­pra­xen bie­tet die Mög­lich­keit, leicht und schnell ver­füg­bare Lehr­pra­xis­stel­len zu fin­den. Auch Lehr­pra­xen­in­ha­ber kön­nen die­ses Ser­vice gebüh­ren­frei in Anspruch neh­men und ihre offe­nen Stel­len anbieten.

© Öster­rei­chi­sche Ärz­te­zei­tung Nr. 6 /​25.03.2011