Mehrsprachige Menschen altern langsamer
Personen, die regelmäßig mehrere Sprachen sprechen, haben eine geringere Wahrscheinlichkeit für beschleunigtes Altern als Menschen, die nur eine Sprache sprechen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscherinnen und Forscher um Agustin Ibañez vom Trinity College Dublin nach der Analyse von Daten von mehr als 86.000 Erwachsenen (Alter von 50 bis 90 Jahre) aus 27 europäischen Ländern. Das Forschungsteam berechnete dabei, ob jemand biologisch jünger oder älter war als nach seinem chronologischen Alter. Der positive Effekt wird auf die sogenannte kognitive Reserve zurückgeführt. Spricht man mehrere Sprachen, besteht im Alter ein größerer Speicher, auf den zurückgegriffen werden kann. Jede zusätzliche Sprache verstärkte in der Studie die schützende Wirkung. Die Alterung war auch verzögert, wenn andere Schutzfaktoren wie Bildung, körperliche Aktivität oder soziale Einflüsse herausgerechnet wurden.
Kach
